Der Tight End (TE) gehört zur Offense im American Football. Er ist eine Art Mischung aus Wide Receiver und Offensive Lineman: Er kann Pässe fangen, aber genauso gut blocken. Genau das macht die Position so wichtig – und so vielseitig.

Digital Desk: Katrin Jokic (kkl)

Tight Ends sind meistens kräftig gebaut, müssen aber trotzdem schnell und beweglich sein. Außerdem brauchen sie sichere Hände, weil sie sowohl Bälle fangen als auch Verteidiger wegblocken sollen. In der Aufstellung stehen sie häufig direkt neben einem Offensive Tackle und wirken dadurch wie ein zusätzlicher Offensive Lineman. Je nach Spielzug können sie aber auch im Slot (zwischen Line und äußerem Receiver) oder sogar als Fullback aufgestellt werden.

 

Wie ein Team seinen Tight End einsetzt, hängt stark vom System ab. Manche Teams haben sogar zwei verschiedene Typen: einen Tight End, der vor allem als Receiver spielt, und einen, der hauptsächlich blockt. Stars wie Travis Kelce (Kansas City Chiefs) oder George Kittle (San Francisco 49ers) sind oft die wichtigste Anspielstation ihres Quarterbacks.

Der Tight End im Passspiel

Bei Passspielzügen übernimmt der Tight End entweder die Rolle als Receiver oder als zusätzlicher Blocker.

Wenn er als Passempfänger eingesetzt wird, steht er oft im Slot oder direkt an der Line neben der Offensive Line. Häufig täuscht er zunächst einen Block an, löst sich dann vom Gegner und läuft seine Route. Tight Ends fangen dabei oft kürzere Pässe und holen damit solide Yards. Ein Spieler wie Travis Kelce ist ein gutes Beispiel: Er steht häufig im Slot und kommt in manchen Spielen auf über zehn Catches und mehr als 100 Yards.

In anderen Situationen bleibt der Tight End als zusätzlicher Blocker in der Line. Das nimmt dem Quarterback zwar eine mögliche Anspielstation, sorgt aber dafür, dass er besser geschützt ist – vor allem gegen Druck durch die Defensive Line oder Linebacker.

Der Tight End im Laufspiel

Auch im Laufspiel kann ein Tight End im Slot stehen, das ist aber eher selten. Meistens steht er direkt neben der Offensive Line und blockt als zusätzlicher Run-Blocker, um dem Running Back eine Lücke zu öffnen.

Dabei trifft er je nach Spielzug auf verschiedene Gegenspieler: direkt an der Line oft Linebacker, in der nächsten Ebene dann Safeties. Typische Blocking-Tight-Ends sind zum Beispiel Marcedes Lewis (Green Bay Packers) oder Zach Ertz (Washington Commanders). Sie werden vor allem eingesetzt, um das Laufspiel stabil zu machen – helfen aber auch im Passspiel als Blocker.