Was Sie schon immer über Sex wissen wollten Die Deutschen haben weniger Sex

Leben: Markus Brauer (mb)
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Weniger Lust auf Lust

Forscher der Universität Leipzig um den Medizinischen Psychologen Elmar Brähler haben in einer Langzeitstudie die sexuelle Aktivität der 18- bis über 70-jährigen Deutschen im Zeitraum von 1994 bis 2016 untersucht.

1994 waren noch 70,6 Prozent der Deutschen sexuell aktiv. 2005 stieg der Wert auf 73,7 Prozent, um dann 2016 auf 67 Prozent zu fallen.

Vor allem bei alleinstehenden 18- bis 30-Jährigen herrscht Flaute im Bett. 2016 waren 28,3 Prozent der Männer und 27,3 Prozent der Frauen sexuell nicht oder nicht besonders aktiv. 2005 waren es nur elf Prozent der männlichen und 14 Prozent der weiblichen Singles.

Ältere Frauen sind immer aktiver

Bei Frauen zwischen 60 und 70 Jahren dagegen ist das Bedürfnis nach Zuwendung erheblich gestiegen. 1994 hatten 30,9 Prozent von ihnen regelmäßig Sex, 2016 waren es bereits 42,3 Prozent.

Den größten Einfluss auf das Liebesleben der Studie zufolge hat die Partnerschaft. Wer in einer festen Beziehung lebt, hat bis zu 50 Prozent mehr Sex als gleichaltrige Singles.

Forscher Brähler vermutet, dass die Jüngeren ihre Gefühle und Bedürfnisse stärker in der digitalen Welt ausleben. „Die Jungen konsumieren eher Sexualität im Internet und pflegen Freundschaften über soziale Medien, anstatt den tatsächlichen sexuellen Kontakt zu suchen.“




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