Was Sie schon immer über Sex wissen wollten Flaute auch in amerikanischen Betten

Leben: Markus Brauer (mb)
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Generation X vs. Generation Millenium

Eine ähnliche Entwicklung ist in den USA zu beobachten. Laut einer Ende im Fachblatt „Archives of Sexual Behavior“ veröffentlichten Studie der San Diego State University gehören die wilden Zeiten der 68er-Generation längst der Geschichte an. Das Team um die Psychologieprofessorin Jean M. Twenge hat mehr als 26 700 Menschen aus der Generation X (in den 1960ern bis in die frühen 1980er geboren) und der Generation Millenium (in den 1990er geboren) befragt.

Während die Amerikaner in den 1990ern durchschnittlich 65 Mal im Jahr Sex hatten, liegt die Frequenz heute bei 53 Mal. Einmal pro Woche – Tendenz sinkend.

Sexmüde Millennials

Die Millennials leben ihre Lust laut Studie deutlich seltener aus als noch ihre Eltern und Großeltern. 30 Prozent aller US-Singles zwischen 18 und 30 hatten 2015 sogar kein einziges Mal Sex.

15 Prozent der in den 1990er geborenen 20- bis 24-jährigen erklärten, dass sie seit ihrem 18. Geburtstag keine sexuelle Kontakte gehabt hätten. Bei den in den 19960er Geborenen waren es nur sechs Prozent.

„Obwohl sie den Ruf haben, permanent auf der Suche nach Sex zu sein, haben Millennials und die Generationen danach weniger Sex als ihre Eltern und Großeltern im gleichen Alter“, fasst Jean M. Twenge die Studienergebnisse zusammen. Soziale Netzwerke würden zwar helfen, Kontakte zu knüpfen, wirkten aber zugleich desozialisierend. „Einerseits bemerken wir ein erhöhtes Sicherheitsbewusstsein, vielleicht weil in den Medien so viel über Missbrauch steht“, so die Wissenschaftlerin Und: „Die Jungen trinken auch weniger Alkohol.“ Fazit: Ohne Drugs & Rock & Roll auch weniger Sex.

Virtuelles Dating statt realer Kontakte

Die Forscher vermuten, dass die ausufernde Nutzung sozialer Medien, das permanente Serien-Streaming, daserotische Überangebot im Netz und die Flut an Dating-Apps und Online-Kontaktbörsen an dieser Entwicklung schuld sein könnten. An die Stelle realer physischer Kontakte ist die virtuelle Kommunikation getreten. Zwar sind immer mehr Menschen online, aber das Kennenlernen unter vier Augen und daraus resultierende sexuelle Kontakte bleiben oft auf der Strecke.




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