Was wäre wenn? Szenarien nach dem Wahl-Sonntag

Von dpa/lsw 

Was wäre wenn? Fragen und Antworten zu möglichen Szenarien nach der Wahl am Sonntag.

 Foto: dapd
Foto: dapd

Stuttgart - Die Meinungsumfragen lassen ein politisches Erdbeben in der schwarzen Hochburg Baden-Württemberg immer wahrscheinlicher werden. Denn kurz vor der Wahl liegt Rot-Grün um fünf Prozentpunkte vor der CDU/FDP-Koalition. Die Linke bleibt demnach unter der Fünf-Prozent Hürde. Aber zuletzt waren noch 40 Prozent der Wähler unentschlossen. Alles scheint möglich.

Was passiert, wenn SPD und Grüne zusammen 48 Prozent der Stimmen und Schwarz-Gelb 43 Prozent bekommen, wie die Demoskopen zuletzt ermittelt haben?

Dann werden CDU und FDP höchstwahrscheinlich in die Opposition gehen. Denn Grüne und Sozialdemokraten wollen gemeinsam die Regierung übernehmen.

Wer würde dann Ministerpräsident?

Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann, wenn seine Partei mehr Landtagsmandate als die SPD holt oder Nils Schmid, wenn es umgekehrt ausgeht, denn die stärkere Fraktion stellt den Regierungschef. Die SPD hätte auch kein Problem mit einer Rolle als Juniorpartner. Generalsekretärin Andrea Nahles sagt: „Es wäre aber kein Beinbruch. Der grüne Spitzenkandidat Winfried Kretschmann ist ein verträglicher Typ.“ Sollten beide Parteien gleich viele Sitze im Landtag erringen, dürfte das prozentuale Abschneiden ausschlaggebend sein.