Wasserball-Bundesliga SV Cannstatt schafft Klassenverbleib und Einzug in den Europapokal

Tobias Scherrieble traf im entscheidenden Spiel viermal für den SV Cannstatt. Foto: Archiv Günter Bergmann

Mit dem 19:13-Sieg beim Duisburger SV bleiben die Wasserballer des SV Cannstatt in der Bundesliga und spielen dazu noch international.

Sport: Marius Gschwendtner (mgs)

Für die Nachrichten benötigte der Kapitän des SV Cannstatt, Max Vernet Schweimer, gleich zwei Handys. Denn nach dem 19:13-Sieg beim Duisburger SV haben die Wasserballer des SV Cannstatt nicht nur den Klassenverbleib in der Bundesliga geschafft, sondern auch die Qualifikation für den Europapokal erreicht. In einem humorvollen Video in den sozialen Netzwerken des Vereins erhält Vernet Schweimer deshalb zeitgleich zwei Anrufe – von der Wasserball-Bundesliga und vom europäischen Wassersportverband. Der Torhüter antwortet erst auf Deutsch und dann auf Englisch: „Natürlich sind wir nächstes Jahr dabei. Wir sind bereit.“

 

Bereit waren die Cannstatter auch beim entscheidenden dritten Spiel beim Duisburger SV: „Wir wussten, was sie offensiv spielen und wie wir verteidigen müssen. Aber auch, wie sie defensiv spielen und was wir machen müssen“, sagt der Trainer Djordje Milojkovic.

Entsprechend kontrollierten die Gäste die Partie und erspielten sich einen verdienten Drei-Tore-Vorsprung. Diese Führung verteidigten die Cannstatter nicht nur souverän, sondern bauten sie im vierten Viertel sogar auf sechs Treffer aus. Damit setzte sich der Aufsteiger in der Best-of-Three-Serie mit 2:1 durch. Die besten Gästeschützen mit jeweils vier Treffern waren in der entscheidenden Begegnung Sergio Prieto Hernandez und Tobias Scherrieble. „Ich glaube daran, dass Gott diejenigen belohnt, die immer alles machen. Wir waren wirklich immer maximal professionell“, sagt Milojkovic.

Die Wasserballer von der Mombachquelle haben damit nicht nur ihr Saisonziel, den Klassenverbleib, erreicht, sondern sich mit der Teilnahme am drittklassigen Conference Cup einen Bonus gesichert. „Man muss nur schauen, wo wir vor zwei Jahren waren: dritte Liga. Jetzt sind wir im Europapokal. Ich kann mich nicht erinnern, wann es so etwas jemals gab“, ist Milojkovic zufrieden. In den Spielen um Platz fünf trifft der SV Cannstatt jetzt auf den OSC Potsdam.

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