Wasserrohrbruch im Max-Kade-Haus Das Wasser fließt wieder

Von Wenke Böhm 

Die Leitung am Max-Kade-Wohnheim in Stuttgart ist repariert. Der Schaden durch den Rohrbruch ist beträchtlich. Die Schadenssumme soll nach ersten Schätzungen im hohen fünfstelligen Bereich liegen.

Der Server im Untergeschoss ist durch den Wasserrohrbuch beschädigt worden. Foto: Rudel
Der Server im Untergeschoss ist durch den Wasserrohrbuch beschädigt worden. Foto: Rudel

Stuttgart - Das Geschirr der Mensa des Max-Kade-Wohnheinheims kann wieder gespült werden, und auch einer Tasse Kaffee steht nichts mehr im Weg. Nach dem Rohrbruch am Mittwoch ist die Wasserleitung seit Donnerstag um 2.45 Uhr repariert, teilte ein Sprecher der EnBW-Tochter Netze BW auf Nachfrage der Stuttgarter Zeitung mit. Der Schaden durch den Sturzbach ist erheblich. Die Firma geht nach ersten Schätzung von einer hohen fünfstelligen Summe aus.

Gegen 10.50 Uhr war die Alarmmeldung am Mittwoch bei der Feuerwehr eingegangen. Zu dieser Zeit strömte bereits Wasser aus mehreren Gullys an der Holzgartenstraße. Netze BW sperrte die Wasserzufuhr. Der Betrieb in der Mensa war erheblich behindert. Noch Schlimmer traf es das Wohnheim selbst: Zwei der drei Kellergeschosse standen nach Angaben der Polizei unter Wasser. In einem ist der Computerserver untergebracht, der Schaden nahm. Ein Baum im Garten war so stark unterspült, dass er noch am Abend gefällt wurde.

Riss war woanders, als zunächst gedacht

„Wir versprechen in solchen Fällen, so lange zu arbeiten, bis der Schaden behoben ist. Und das haben wird auch getan“, sagte der Netze-BW-Sprecher. Erst mitten in der tiefsten Nacht war das defekte Rohrstück mit dem Längsriss ausgetauscht und das Wasser konnte wieder aufgedreht werden.

Die Arbeiten zogen sich deshalb so lange hin, weil das Rohr an einer anderen Stelle gerissen war als zunächst angenommen. Die Experten hatten die undichte Stelle zunächst in der Nähe der Tiefgarage vermutet, weil dort das Wasser am heftigsten geströmt war. Ein Trugschluss. Erst als sich die Arbeiter grabend weiter an dem Rohr entlanggetastet hatten, stießen sie auf das Problem. Der Riss befand sich in rund zwei Metern Tiefe unter dem Baum. Was die Ursache für den Schaden war, ist noch nicht vollständig geklärt. Das eher spröde Graugussrohr mit 20 Zentimetern Durchmesser war schon etwas älter: Es stammte aus dem Jahr 1953. „Durch Erschütterungen, etwa vom Straßenverkehr, oder durch Druck im Untergrund kann so ein Rohr schon mal reißen“, sagte der Sprecher. Ob auch die Wurzeln des Baumes eine Rolle gespielt haben, wisse er nicht.

Die genaue Schadenshöhe wird derzeit von Sachverständigen ermittelt. Für solche Fälle seien sie als Netzbetreiber versichert, so der Sprecher. Es könne sein, dass der Gehweg nach der Unterspülung repariert werden müsse. Die Straße sei nach ersten Erkenntnissen nicht unterspült worden.

Sonderthemen