Wasserschaden im Gerlinger Rathaus Rathaus-Baustelle bleibt bis Ende Oktober bestehen

Der Morgen danach: Bürgermeister Georg Brenner begutachtet den Wasserschaden an der Decke und an den Wänden im  Jugendamt. Foto: factum/Archiv
Der Morgen danach: Bürgermeister Georg Brenner begutachtet den Wasserschaden an der Decke und an den Wänden im Jugendamt. Foto: factum/Archiv

Ende Mai riss ein Wasserzulauf-Ventil einer Kaffeemaschine, das Wasser strömte durchs Rathaus. Die Renovierungskosten für den Schaden belaufen sich auf schätzungsweise 300 000 Euro.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Gerlingen - Es muss kein schöner Anblick gewesen sein, als ein Mitarbeiter der Stadt Gerlingen am Morgen des 20. Mai die Tür des Rathauses aufschloss. Wasser lief die Treppe hinunter, in den Räumen im ersten Obergeschoss stand die Brühe zentimeterhoch. Ein Zulauf-Ventil für eine Kaffeemaschine hatte sich offenbar am Abend gelöst, und so hatte das Wasser während der Nacht freie Bahn und suchte sich seine Wege. Es sammelte sich zunächst auf den schönen Parkettböden, ehe es schließlich Tropfen für Tropfen durch die Zimmerdecken sickerte und im Erdgeschoss gehörigen und im Untergeschoss geringen Schaden anrichtete.

Insgesamt 16 Räume sind betroffen

Sechs Büros im ersten Stock sowie weitere neun Räume im Erdgeschoss, darunter das häufig frequentierte Bürgerbüro, sind betroffen. „Im Untergeschoss ist der Schaden relativ gering, da konnten wir gleich am nächsten Tag viel mit Trockengeräten erreichen“, berichtet der Architekt Hans-Ulrich Schulz aus der städtischen Hochbau-Abteilung. In den anderen Stockwerken sieht das schon anders aus: Hier müssen nun sämtliche Holzböden herausgerissen und komplett erneuert werden. „Durch das Wasser hat es einzelne Holzstäbe hochgedrückt, sodass sie keinerlei Halt mehr haben. Mit Abschleifen kann man den Schaden leider nicht beheben“, sagt Schulz. Besonders bedauerlich: bei den Parkettböden handelt es sich um schöne und hochwertige Böden aus dem Ende der 60er-Jahre.

Auch der Aufzug war in Mitleidenschaft gezogen worden und fast sechs Wochen außer Betrieb gewesen, bevor er Mitarbeiter und Besucher wieder nach oben und unten befördern konnte. Sogar eine Gemeinderatssitzung musste kürzlich teilweise in ein Besprechungszimmer im Untergeschoss verlegt werden, weil zwei Rollstuhl-Fahrer nicht hoch bis zum Sitzungssaal gelangen konnten.

Die Handwerker arbeiten auch am Wochenende

Erst Ende Oktober sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Das Problem bei der Renovierung ist hier nämlich, dass die Räume nur nach und nach in Angriff genommen werden können, weil die Mitarbeiter jeweils in andere Räume umziehen müssen. „Das ist eine komplizierte Logistik, die einen hohen Zeitaufwand bedeutet, auch wenn die Handwerker sogar am Wochenende arbeiten“, erklärt Schulz. Immerhin das stark frequentierte Bürgerbüro ist schon fertig; hier wurden die Decken und sämtliche Lampen erneuert. Die erwarteten Kosten der Renovierungsarbeiten belaufen sich auf 300 000 Euro.




Unsere Empfehlung für Sie