Wegen eines großen Wasserschadens im Schulgebäude können die Grundschüler aus dem Weissacher Ortsteil Flacht wohl für mehrere Monate nicht in ihre Klassenzimmer zurückkehren.
Für die Kinder der acht Schulklassen der Grundschule Flacht werden die kommenden Wochen und Monate wohl verhältnismäßig ungewöhnlich: Wegen eines Wasserschadens sind die Klassenzimmer des Grundschulgebäudes im Weissacher Ortsteil Flacht wohl länger nicht mehr für den Unterricht geeignet. Ab der kommenden Woche wird der Unterricht deshalb in die Alte Strickfabrik im benachbarten Ortsteil Weissach verlegt.
Bereits am vergangenen Donnerstag hatte die Gemeinde das Schulgebäude räumen lassen, nachdem der Wasserschaden entdeckt worden war. Mehr als eine kleine Pfütze im Treppenhaus war zunächst von außen nicht zu sehen gewesen. In den Kabelschächten des Gebäudes stand das Wasser laut dem Bürgermeister Jens Millow allerdings teils bis zu einen Meter hoch, was wegen der dort verlaufenden Verkabelung auch eine größere Stromschlaggefahr bedeutete.
Woher das Wasser kam, war zunächst nicht bekannt. Am Freitag wurde das Leck schließlich ausfindig gemacht – laut Bürgermeister Millow an einer Wasserleitung der Toilette im Boden. „Jetzt beginnt die langwierige Trocknungsphase, die einige Monate in Anspruch nehmen wird.“ Betroffen seien alle Klassenzimmer im Untergeschoss. „Ein Unterrichten in der Zeit ist in dem Gebäude nicht vertretbar“, sagt Millow.
Kinder aus Weissach-Flacht hatten zunächst schulfrei
Für die Kinder bedeutete das am vergangenen Freitag zunächst einmal: Schulfrei. Diese Woche ging der Unterricht zwar wieder los – allerdings nicht in den Klassenzimmern. „Diese Woche wird durch die Lehrerschaft mit viel Sport und anderen Räumlichkeiten, etwa in der Sporthalle und Festhalle, der Schulbetrieb aufrechterhalten“, erklärte Millow auf Nachfrage unserer Zeitung am Montag. Kurz darauf fiel schließlich die Entscheidung, mit der Schule temporär in die Strickfabrik zu ziehen. „Ich bin guter Dinge, dass wir am Montag bereits den Unterricht in der Strickfabrik anbieten können“, so Millow.
Mit derartigen Schäden an kommunalen Gebäuden war Weissach in jüngster Vergangenheit schon einmal geplagt: Im vergangenen Januar blieb ein Wasserschaden in einer Kita tagelang unentdeckt. Weil daraufhin Schimmel entstanden ist, konnten die Kinder erst im Juli wieder in das Kitagebäude ziehen.