In der Bottwar bei Oberstenfeld wurden rund 40 tote Fische entdeckt. Die Hinweise erhärten sich, dass verunreinigtes Abwasser aus einem Industriebetrieb die Ursache ist.
Dem Landratsamt Ludwigsburg wurde vergangene Woche über den Fischereiaufseher des Regierungspräsidiums Stuttgart ein Fischsterben in der Bottwar in Oberstenfeld gemeldet. Rund 40 tote Fische wurden gefunden. Nun erhärten sich erste Hinweise zur Ursache der Verschmutzung.
Nach aktuellen Erkenntnissen stammt die Verunreinigung vermutlich aus einem Rohr zur Regenwasserableitung eines Industriebetriebs in der Oberstenfelder Robert-Bosch-Straße. Dort war die Hofentwässerung wohl falsch an den Regenwasserkanal angeschlossen. Dadurch konnte verschmutztes Abwasser direkt in die Bottwar fließen.
Ermittlungen gehen weiter
Welche Stoffe genau ins Gewässer gelangt sind, ist noch unklar. Eine Fachfirma hat den Regenwasserkanal inzwischen gereinigt. Die Behörden gehen auch wegen der Verdünnung der mutmaßlichen Gefahrenstoffe davon aus, dass keine akute Gefahr für die Wasserqualität besteht.
Das Landratsamt Ludwigsburg will den Betrieb bald gemeinsam mit Fachleuten überprüfen und bei Bedarf weitere Maßnahmen ergreifen. Die Untere Wasserbehörde untersucht den Vorfall derzeit zusammen mit der Polizei und anderen Stellen. Da die Laborergebnisse noch ausstehen, können aktuell keine weiteren Angaben gemacht werden, heißt es von Seiten des Landratsamtes. Die Öffentlichkeit soll informiert werden, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen.