ExklusivWechsel zu Eisenmann Weiterer Abgang im Justizressort

Von  

Zwei leitende Beamte sind schon auf dem Absprung. Nun wechselt eine dritte Führungskraft aus dem Justizressort ins Kultusministerium von Susanne Eisenmann: der bisherige Chef des Tourismus-Referats, Fred Stradinger.

  Foto: Baumann
  Foto: Baumann

Stuttgart - Der Wechsel von Führungskräften aus dem Justizministerium von Guido Wolf (CDU) ins Kultusministerium der CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann setzt sich fort. Nach den Chefs zweier Stabsstellen verlässt nun auch der Leiter des Tourismusreferats, Fred Stradinger, das Ressort. Er geht als bundespolitischer Beobachter für Eisenmann in die Berliner Landesvertretung. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte ein Sprecher des Kultusministeriums. Seinen neuen Job soll Stradinger schon nächste Woche antreten.

Ein Sprecher Wolfs sagte, der Beamte habe sich „große Verdienste in seinem bisherigen Bereich Tourismus erworben“. Er nutze nun die Chance auf eine „hoch attraktive Aufgabe in Berlin“, wo er schon früher für das Kultusressort tätig gewesen sei; vor seiner Ministerialkarriere sei er zudem Lehrer gewesen. In Stuttgart ist Stradinger als früherer CDU-Stadtrat und Fraktionsvorsitzender bekannt sowie seit 2007 als Vorsitzender des Sportkreises; dieses Amt will er beibehalten.

Neuer Chef für Zentralstelle

Bereits zuvor war bekannt geworden, dass der Leiter der Zentralstelle, Uwe Wiedmann, und der Chef der Stabsstelle Grundsatz und Kommunikation, Ralf Stefan Hübner, vom Justiz- ins Kultusministerium wechseln. Sie kümmern sich dort um die Koordination der CDU-Ressorts – laut Wolf für sie eine „reizvolle Aufgabe“. Für ihn gelte es, Eisenmann nach Kräften zu unterstützen. Für die Zentralstelle habe man in Felix Tausch, bisher Richter am Oberlandesgericht, bereits einen „ausgezeichneten Nachfolger mit großer Erfahrung“ gewonnen. Für die Leitung des Tourismusreferates ist eine Mitarbeiterin aus dem engen Umfeld Wolfs im Gespräch. Zunächst müsse die Personalvertretung eingebunden werden, hieß es. Die Förderung weiblicher Führungskräfte sei dem Minister ein besonderes Anliegen.