Wegen AfD im Bundestag Zentralrat der Juden hat ungutes Gefühl

Die Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel (Archivbild) Foto: dpa
Die Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel (Archivbild) Foto: dpa

Der Einzug der AfD in den Bundestag sorgt beim Zentralrat der Juden für ein mumliges Gefühl. In den Reihen der AfD-Abgeordneten seien Menschen, die „gerne die NS-Vergangenheit verschweigen würden und gezielt Stimmung gegen Muslime und Asylbewerber machen“.

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Berlin - Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sieht dem Einzug der AfD in den Bundestag mit einem „unguten Gefühl“ entgegen. „Mir ist mulmig zumute, das sage ich ganz offen“, sagte Schuster in einem Interview mit der „Jüdischen Allgemeinen“. In den Reihen der AfD-Abgeordneten seien Menschen, „die nach meinem Eindruck gerne die NS-Vergangenheit verschweigen würden und gezielt Stimmung gegen Muslime und Asylbewerber machen“, fügte er hinzu.

Die AfD rühre gerne an Dingen, die stets zum Grundkonsens der Bundesrepublik gehört hätten, erklärte Schuster. Dazu zähle beispielsweise die Religionsfreiheit. Die anderen Parteien dürften sich durch die AfD-Konkurrenz nicht zu populistischem Handeln verleiten lassen. Sie müssten sich aber schon fragen, „ob sie auf die Probleme im Land die richtigen Antworten hatten, und in manchen Bereichen neue Wege einschlagen“.




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