Wegen Vulkanausbruch Spanien will La Palma zu Katastrophengebiet erklären

Vulkanausbruch auf La Palma Foto: AFP/DESIREE MARTIN
Vulkanausbruch auf La Palma Foto: AFP/DESIREE MARTIN

Auch am sechsten Tag spuckt der Vulkan auf der Kanreninsel La Palma noch Asche, Rauch und Lava aus. Nun will Spanien die Insel zum Katastrophengebiet erklären.

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Madrid/La Palma - Spanien will die von einem Vulkanausbruch betroffene Kanareninsel La Palma zum Katastrophengebiet erklären und einen umfangreichen Wiederaufbauplan ausarbeiten. Das kündigte Regierungschef Pedro Sánchez am Freitag auf La Palma an.

Das Kabinett in Madrid werden die entsprechenden Beschlüsse zum Katastrophengebiet kommenden Dienstag fassen. Sie sollen erweiterte Hilfsmöglichkeiten sowie einen Wiederaufbauplan beinhalten. „Die Lage auf der Insel erfordert außergewöhnliche Maßnahmen“, betonte der Sozialist.

Auch am sechsten Tag spuckte der Vulkan Asche, Rauch und Lava aus

Der Vulkan im Bereich der Cumbre Vieja im Süden der Insel war am vergangenen Sonntag erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen und spuckte auch am sechsten Tag Asche, Rauch und Lava aus. Die Gase stiegen bis auf eine Höhe von fast 5000 Metern.

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Die glühend heiße Lava zerstörte auf ihrem Weg bergab Richtung Meer bereits fast 400 Gebäude sowie große landwirtschaftliche Flächen und Infrastruktur. Die bisher etwa 180 Hektar von Lava begrabenen Flächen werden auf Jahrzehnte weder wieder bebaut noch landwirtschaftlich genutzt werden können, betonten Experten.

Kleines Haus bleibt auf wundersame Weise verschont

Ein kleines Haus inmitten der Lavawüste ist jedoch auf wundersame Weise verschont geblieben. Wie auf Bildern und Videos zu sehen ist, floss der Lavastrom um das kleine Gebäude in der Ortschaft „El Paraíso“ (deutsch: Das Paradies) herum.

6000 Menschen mussten evakuiert werden. Viele von ihnen haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Ihnen soll mit einem Sofortprogramm für die Sicherung des Lebensunterhalts geholfen werden. Zudem kündigte die Regionalregierung den Ankauf und Neubau von Wohnungen an. Verletzte gab es weiter nicht.




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