Weihnachten 2018 Zehn Bäume der Erkenntnis – das Weihnachtsrätsel

Von Oliver Rezec 

Passend zur besinnlichen Zeit haben wir für unsere Leser ein weihnachtliches Rätsel vorbereitet. Beantworten Sie unsere zehn Fragen und finden Sie das Lösungswort. Als Belohnung wartet einer von 35 Preisen auf die Gewinner.

Das Weihnachtsrätsel der Stuttgarter Zeitung Foto: dpa
Das Weihnachtsrätsel der Stuttgarter Zeitung Foto: dpa

Stuttgart - Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen . . . aber nicht nur dort! Heute dienen zehn andere Bäume der Erleuchtung. Bei unserem Rätsel für helle Köpfe wird Ihnen gewiss ein Licht aufgehen. Oder eben zehn Lichter. Und wenn das elfte Lichtlein brennt, dann haben Sie unser Lösungswort gefunden und können einen von 35 Preisen gewinnen.

So spielen Sie mit

Bei jeder Frage verraten Ihnen die aufgereihten Xe am Ende des Texts, wie viele Buchstaben die richtige Antwort hat. Hierbei zählen ä, ö, ü und ß jeweils nur als ein Buchstabe. Das macht das Rätsel zunächst etwas einfacher . . .

Dafür wird es am Schluss umso schwieriger: In jeder Antwort sind drei Buchstaben farbig markiert – und Sie müssen selbst herausfinden, welche Farbe zum Ziel führt: Entweder alle roten oder alle grünen oder alle blauen Buchstaben ergeben, richtig geordnet, das hölzerne Lösungswort.

Lösung einreichen

Rufen Sie einfach unsere Servicenummer 01379/888116* an und nennen Sie das Lösungswort, Ihren Vor- und Nachnamen, Ihre Telefonnummer sowie Ihre vollständige Adresse. Teilnahmeschluss ist der 7. Januar 2019, 24 Uhr. (*0,50 Euro je Anruf aus dem deutschen Festnetz, ggf. abweichende Preise aus dem Mobilfunknetz.)

Gewinne

Unter allen Teilnehmern, die die richtige Lösung genannt haben, ermitteln wir fünf Hauptgewinner per Los. Sie erhalten je einen Buchgutschein der Buchhandlung Wittwer im Wert von 100 Euro. Zehn weitere Gewinner dürfen sich einen Bestseller der Saison aussuchen. Außerdem verlosen wir zehnmal das Buch „Kanzler, Kämpfe und Kolumnen“ von Sibylle Krause-Burger und zehnmal das Buch „Einfach genial: Über 40 weltberühmte Erfindungen aus Baden-Württemberg“. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen unter www.stuttgarter-zeitung.de/datenschutz

Auflösung

Die Auflösung unseres Weihnachtsrätsels wird am 9. Januar 2019 in der Stuttgarter Zeitung veröffentlicht.

1. Die Eibe – Ein König begeht Selbstmord

So verlockend die roten Hütchen auch leuchten: Alle anderen Teile des Baums können den Tod bringen, warnt man schon die Kinder. Die vielleicht berühmteste Eibenvergiftung schildert Julius ­Cäsar in „De bello Gallico“ – jedenfalls wenn man glauben möchte, was so ein Feldherr über ein Volk schreibt, das er gerade ausgerottet hat. Ein besonderer Stamm war das, einer nämlich mit zwei Königen, deren jüngerer verantwortlich ist für Cäsars schwerste Niederlage in Gallien: Fast anderthalb Legionen wurden in einem Hinterhalt getötet. Der römische Feldherr nahm Rache, indem er jenen Landstrich im heutigen Belgien verheerte, wo das Volk der beiden Könige lebte. Der ältere der beiden, des aussichtslosen Kampfes müde, nahm sich das Leben, und zwar mit Eibengift. Ein symbolträchtiges Ende, war doch das ganze untergehende Volk angeblich nach dem keltischen Namen der Eibe benannt. Wie hieß es?

Lösung: XXXXXXXX (acht Buchstaben)

 

2. Der Apfelbaum – Hauptwort vor Wiewort

Auf grammatikalisch interessante Weise beschrieb ein bekannter Anwalt einst den Apfelbaum. Ursprünglich bestand der Titel seines Gedichts nur aus einem einzigen Wort, heutige Liederbücher jedoch – das Gedicht wurde etliche Male vertont – nennen üblicherweise den ganzen ersten Vers als Titel. Darin wird der Apfelbaum mit einem Substantiv und einem Adjektiv bezeichnet, und zwar in dieser Reihenfolge. Linguisten nennen so etwas ein postnominales Adjektiv­attribut, wie bei „Hänschen klein“ oder „Super bleifrei“. Das Adjektiv selbst ist heute unüblich geworden, im Duden steht es zwar noch, aber mit dem Vermerk „veraltet“. Mit seinem vorangehenden Substantiv alliteriert es „auf das Beste“, um mal aus der dritten Strophe zu zitieren. Wie lautet dieses Adjektiv?

Lösung: XXXXXXXXXX (zehn Buchstaben)

 

3. Die Weide – Altes Testament goes Disco

Zwar wurden biblische Texte jahrhundertelang zu Chorälen vertont und in Oratorien verarbeitet, aber dass noch Ende der 1970er Jahre ein Psalm des Alten Testaments in Deutschland auf Platz 1 der Musikcharts gelangte und mehr als drei Monate dort blieb, erscheint rückblickend doch skurril – zumal der Psalm mit dem Wunsch endet, Kinder totzudreschen. Bis zu dieser Textstelle drangen die Sängerinnen und der Sänger allerdings nicht vor: Nur den Beginn des Psalms zitierten sie Mal um Mal. Den zweiten Vers übersprangen sie dabei, jenen also, in dem die Weiden erwähnt sind. An diesen Bäumen hängt etwas. Doch was genau, darüber sind die diversen deutschsprachigen Bibelausgaben uneins, mindestens vier verschiedene Übersetzungen finden sich. In der Einheitsübersetzung wurde diese Stelle 2016 umformuliert. Was hängt hier seitdem an den Bäumen?

Lösung: XXXXXX (sechs Buchstaben)

 

4. Die Pappel – Verdrehte Hälse im Männerverein

Dass es auch unter den Bäumen Männchen und Weibchen gibt, mag ein gewöhnungsbedürftiger Gedanke sein, aber so verhält es sich – zwar nicht bei allen Bäumen, aber etwa bei den Pappeln. Obendrein sind die Äste der Pappel in der Lage, eigene Wurzeln zu schlagen, wenn man sie absägt und in den Boden steckt. Das macht ihre Vermehrung einfach und führt zu manch skurrilem Befund: So sind quasi alle Pyramidenpappeln in Deutschland männlich, denn oft wurden Alleen auf diese Weise angelegt. Die geklonten Bäume wachsen entsprechend einförmig, was erwünscht sein kann, mitunter aber auch beklagt wird. Eine Baumbewohnerin immerhin bringt etwas Variation hinein: Manche Pappelarten bewegt sie dazu, ihre Blätter nicht einfach an den langen Stielen federn zu lassen, sondern diese Blattstiele korkenzieherartig zu verdrehen. Nicht beliebig oft: Nach drei Windungen ist Schluss. Welche Bewohnerin veranlasst derlei?

Lösung: XXXXXXXXXXXXXXXX (16 Buchstaben)

 

5. Die Kornelkirsche – Gegen diese Göttin ist ein Kraut gewachsen

Während es hiesigen Sprechern schwerfällt, den Namen der kroatischen Insel Krk auszusprechen, da er keinen einzigen Vokal enthält, kannte das Altertum eine mythische Insel, deren Name ausschließlich aus Vokalen besteht. Die dort logierende Göttin pflegte lästige Besucher in Tiere zu verwandeln, unter anderem in Schweine, die sie einpferchte und mit Kornelkirschen fütterte. So liest man es jedenfalls in der berühmtesten Beschreibung eines Besuchs dieser Insel. Kurz bevor der Protagonist selbst bei der sinistren Gastgeberin anklopft, begegnet er einem wohlmeinenden Ratgeber, der ihn unterweist, mit welchem Kraut er sich gegen ihre Zauberkräfte wappnen kann – und wie er sie obendrein ins Bett kriegt. Wer war dieser Ratgeber?

Lösung: XXXXXX (sechs Buchstaben)

 

6. Der Johannisbrotbaum – Vom Nutzen der Gleichförmigkeit

Egal, wo man einen Apfel pflückt oder kauft – in der Regel sind die Kerne bei gleicher Sorte ungefähr gleich groß. Das gilt für viele Pflanzen, und beim Johannisbrotbaum hat man sich das schon in der Antike zunutze gemacht: Wenn man mit gutem Augenmaß die kleinen und großen Abweichler aussortierte, taugten die übrigen Samen in ihrer Gleichförmigkeit als Maßeinheit. Und zwar über Jahrhunderte hinweg, bis diese Einheit – ähnlich wie der Zoll, das Pfund, die Meile und andere – normiert wurde und heute durch einen exakten numerischen Wert definiert ist. Der Name dieser Maßeinheit geht aber immer noch auf den Johannisbrotbaum zurück, genauer: auf die griechische Bezeichnung für seine bockshornartig gekrümmten Fruchthülsen. Welche Maßeinheit ist das?

Lösung: XXXXX (fünf Buchstaben)

 

7. Die Kastanie – Spielverwandlung in zwei Schritten

Der Name des hier abgebildeten Spiels entstammt einer Fremdsprache und hat sieben Buchstaben. Amputiert man das rechte Drittel jenes Buchstabens, der in der Wortmitte steht, so lassen sich die sieben Buchstaben zum Namen eines anderen Spiels aus ebenjener Fremdsprache rearrangieren, das aber nicht mit Kugeln, sondern Kastanien gespielt wird. Wie heißt es?

Lösung: XXXXXXX (sieben Buchstaben)

 

8. Die Eiche – Die bekannteste Unbekannte des Landes

Gerade erst hatte das Deutsche Reich den Krieg erklärt, und noch gab es viele, denen die Mobilmachung als Anlass zum Jubeln erschien. Just in diesen Tagen kam im hessischen Offenbach ein Mädchen zur Welt, das später, nach Ende der beiden Weltkriege, zu einem Symbol des Wiederaufbaus werden würde. Ihr Ehemann machte sie dazu: Er fertigte jenes kleine Kunstwerk an, das mutmaßlich seine Gattin mit einer Eiche zeigt – und das zu einer der bekanntesten Abbildungen der Bundesrepublik überhaupt wurde. So ungeheuer oft wurde das Bild vervielfältigt, dass man ohne Übertreibung sagen kann: Wer heute älter als fünfundzwanzig, dreißig ist, kennt es ganz bestimmt. Und trotzdem blieb bis in die späten achtziger Jahre weithin unbekannt, wer da eigentlich abgebildet ist. Nämlich wer?

Lösung: XXXXX XXXXXXX XXXXXX (drei Worte, 18 Buchstaben)

 

9. Die Erle – Die Entführte, die zum Spottbegriff wurde

Nasses Holz verrottet. Das gilt natürlich auch für die Erle – aber nur, wenn sie der Luft ausgesetzt ist: Unter Wasser widerstehen ihre Stämme den Jahrhunderten. Auf unzähligen in den schlammigen Grund gerammten Erlenpfählen ruht deshalb das alte Venedig. Und auch eine andere Stadt sei dieserart auf Erlenholz angelegt, berichtete schon Vitruv in seinen „De architectura libri decem“. Zu seiner Zeit lag diese Stadt noch am Meer, seither jedoch wurde so viel Boden zum Meer gespült, dass sie heute einige Kilometer im Landesinneren liegt. Damals, einige Jahrzehnte nach Vitruvs Tod, soll eine Fürstentochter über die Alpen hierher verbracht worden sein, deren Name bis heute fortlebt, allerdings in unwürdiger Form: als umgangssprachliches Spottwort für eine gering geschätzte Frauensperson, oft in ihrer Eigenschaft als Lebensgefährtin eines Mannes. Wie hieß die Adlige?

Lösung: XXXXXXXXX (neun Buchstaben)

 

10. Der Maulbeerbaum – Der „Führer“ verweigert den Ruhm

Das kleine Geschöpf, dessentwegen hierzulande einst Maulbeerbäume in großer Zahl angebaut wurden, führte ein geheimnisvolles Sexualleben – bis ein deutscher Chemiker herausfand, mit welchen unsichtbaren Stoffen die Tiere einander betören. Es war ein später Höhepunkt einer Forscherkarriere, die sich im „Dritten Reich“ entfaltet hatte. Der Professor arrangierte sich bestens mit dem Regime, obschon mit wechselhafter Be­­geisterung, soweit man weiß. Zweifellos schwand diese, als dem jungen Wissenschaftler mit 36 Jahren der Chemienobelpreis zuerkannt wurde – und er ihn nicht annehmen durfte. Hitler hatte dies allen Deutschen verboten, nachdem 1936 der Friedensnobelpreis für den jahrelang im KZ darbenden Publizisten Carl von Os­sietzky das Regime bloßgestellt hatte. Nach dem Untergang des Reichs wurde dem Chemiker die Nobelpreis-Medaille immerhin nachgereicht, ebenso die Urkunde mit seinem Namen darauf. Wie lautete er?

Lösung: XXXXX XXXXXXXXX (zwei Wörter, 14 Buchstaben)




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