Weihnachten 2020 – Design schenken Die schönsten Geschenke für Designfans
Falls unterm Weihnachtsbaum viele Geldgutscheine liegen: Vorschläge fürs stilvolle Ausgeben. Eine Auswahl der interessantesten Möbel und Accessoires von Designern.
Falls unterm Weihnachtsbaum viele Geldgutscheine liegen: Vorschläge fürs stilvolle Ausgeben. Eine Auswahl der interessantesten Möbel und Accessoires von Designern.
Stuttgart - Geldgutscheine sind manchmal besser als ihr Ruf. Man kann sich dafür selbst mit Dingen beschenken, an denen man garantiert Freude hat.
Der Designer Richard Sapper (1932–2015) hat viele technisch innovative und formal klare Gegenstände entworfen. Bei Alessi wurde jüngst sein Teewagen „Plico“ wieder aufgelegt, der auch gut als mobiler Arbeitsplatz im Homeoffice funktioniert – und sich platzsparend zusammenklappen lässt.
Lorenz (www.lorenz-static.it) bringt jetzt Sappers 1960 entworfene Uhr wieder auf den Markt. So fangen die ersten Stunden des neuen Jahres stilvoll an. Und sicher (daher der Name „Static“): Die Uhr kann sich nach einem Umkippen auf einer ebenen Fläche wieder in ihre diagonale Ausgangsposition aufrichten.
Fürs Handgelenk schick sind die Uhren von Architekt und Designer Max Bill, die er für die Firma Junghans im Schwarzwald entworfen hat. Gibt’s jetzt auch solarbetrieben und mit ökologischem und nachhaltigen Lederarmband.
Ina Woelk und Philipp Hinderer haben in Stuttgart Design studiert, sie entwerfen und vertreiben für ihre Firma Res Anima (resanima.de) handwerklich hochwertige Möbel und Accessoires. So wie die drei verschiedenen, grafisch und farblich interessanten Wolldecken aus Merino-Lammwolle namens „Meander“. Produziert werden sie in einer oberfränkischen Manufaktur. Sie haben auch einen kleinem Elefanten als Türstopper oder Buchstütze entworfen – aus Metall und jetzt auch aus Holz.
Die Zeiten, in denen man, ohne böse Blicke zu ernten, Haushaltsgegenstände verschenken konnte, sind vorbei. Aber manchmal braucht der Mensch eben doch einen Wäscheständer, Wasserkocher – oder einen Toaster. Die dänische Firma Hay hat eine retroverliebte, pastellbunte Reihe mit derlei Dingen aufgelegt, darunter auch den sonnengelben Brot- und Brötchenröster „Sowden“.
Der in Bad Mergentheim geborene Designer Sebastian Herkner entwirft für kleine Manufakturen ebenso wie für renommierte Firmen. Ein ziemlicher Ritterschlag kam nun mit dem Auftrag von der Firma Fritz Hansen, die Werke von Designikonen wie Arne Jacobsen im Programm haben. Sein Sessel „Let“ ist eine Verneigung und elegant filigrane Weiterentwicklung dieser Klassiker aus den 50er Jahren.
Aus Recyclingmaterial gewonnen ist der stapelbare Stuhl „Bell Chair“ von dem international bekannten Designer Konstantin Grcic für den italienischen Hersteller Magis. Hat das Zeug zum Klassiker und man sitzt darauf draußen wie drinnen gut.
Auch aus Plastikmüll ist der Kinderstuhl Ecobirdy aus Belgien – und gerade mit dem Nachhaltigkeitspreis für Design ausgezeichnet – ebenso wie die Nachwuchsdesigner Wye-Design aus München für ihre Stühle, Bänke und Tische.
Auf der einzigen Möbelmesse, die dieses Jahr nicht im Internet stattfand, in Köln, sah man hübsche, retrocharmante Deckenleuchten von Norr11, einer skandinavischen Designfirma, die auch schicke Sessel herstellt, verspielt, elegant, nicht zu hochpreisig.
Machte auch auf der Messe in Köln Furore und wurde jüngst mit dem Nachhaltigkeitspreis für Design ausgezeichnet: der Industriedesigner Stefan Diez für seinen Entwurf der Leuchte „Ayno“ für die Traditionsfirma Midgard.
Der Clou ist ein Fiberglasstab, welcher durch das Leuchtenkabel zum Bogen gespannt wird. Die Eigenspannung des Stabes sorgt für eine Leuchte, die ohne Gelenke auskommt. Man verschiebt einfach die beiden Verstellringe an Kopf und Fuß, so wird der Fiberglasstab in die gewünschte Position gebogen und das Licht gelenkt.
Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt einen Klassiker. Zum Beispiel eine Vase von Alvar Aalto aus den 1930er Jahren, tolle Wellenbewegung, macht sich überall gut, egal in welcher Größe. Die Vase gibt es heute auch aus Recyclingmaterial. Jede Vase wird in der Glasmanufaktur von Iittala mundgeblasen und anschließend von Hand geschnitten und in mehreren Schritten poliert.
Architekt, Gestalter und Bauhaus-Legende Ludwig Mies van der Rohe entwarf den „Barcelona Sessel“ im Jahr 1929 für den Deutschen Pavillon zur Weltausstellung in Barcelona. Der „Barcelona Chair“ gilt als Klassiker in der Geschichte des modernen Designs. Der Rahmen besteht aus Flachfederstahl, die Polsterung ist aus Schaumstoff und mit Lederbezug.
Ein junger Klassiker ist der „Bell Chair“ von Sebastian Herkner für Classicon. Handwerkskunst vom Feinsten. Der Beistelltisch mit Glasfuß und Metallplatte ist jetzt auch als Esstisch hinzugekommen.