Weihnachten im Stuttgarter Norden Schweiß fließt für den adventlichen Glanz

Von Tatjana Eberhardt 

Der Weihnachtsbaum am Löwen-Markt steht. Dabei war reichlich Muskelkraft nötig.

Der  rund 1,3 Tonnen schwere Baum kommt auf dem Löwen-Markt an. Foto: Tatjana Eberhardt
Der rund 1,3 Tonnen schwere Baum kommt auf dem Löwen-Markt an. Foto: Tatjana Eberhardt

Stuttgart-Weilimdorf - Uns gehen die Lichterketten aus“, sagte Manfred Schrade vom gleichnamigen Stuckateurbetrieb aus Weilimdorf, als er am Samstag um 8 Uhr den 13 Meter langen und 1,3 Tonnen schweren Baum für den Weihnachtsmarkt auf dem Transporter liegen sah. Er stammt von einer Baumschule in Haslach im Kienzigtal. Der Baumbestand hier sei zu gering, daher wurde einer bestellt. „Im vergangenen Jahr hatten wir aufgrund der Bauarbeiten auf dem Platz keinen Baum, daher freuen wir uns umso mehr, dass wir jetzt wieder einen aufstellen können“, sagte Schrade. „Aber es ist schon jede Menge Arbeit.“

Ehrenamtlich engagierten sich an diesem kalten und trockenen Morgen Schrade und dessen Söhne Michael und Oliver sowie deren Kumpel Andreas Grieb sowie Eckardt Binder, Ralf Futterknecht und Stefan Wiertzerma, Vorstände des Vereins WeilAktiv – Selbstständige in Weilimdorf. Auch die Feuerwehr war zugegen. Sie sorgte für die Absicherung.

Zu Beginn jedoch rollte der Landschaftsgärtner Richard Veith mit einem Bagger an, um mit dessen stählernem Arm den Baum vom Transporter zu heben und in die Senkrechte zu hieven. Im Anschluss wurde der grüne Riese in der Hülse im Boden auf dem Platz justiert. Bevor der Stamm im Boden verschwinden konnte, mussten noch etliche Äste abgesägt werden. „Er passt sonst nicht tief genug in die Hülse und kann nicht richtig verkeilt werden. Das Verkeilen ist wichtig, um die Standfestigkeit zu gewährleisten“, sagte Schrade. Am Ende dürfen der Baumschmuck und die Beleuchtung nicht fehlen. Dafür war der 17-jährige Ben Futterknecht von der Freiwilligen Feuerwehr und dessen Vater zuständig. Er hatte bereits Erfahrung beim Aufstellen des Maibaumes gesammelt. „Ich kann mir vorstellen, auch in Zukunft ehrenamtlich beim Aufstellen des Baumes zu helfen“, sagt der Realschüler, der Elektriker werden will. Nachwuchs werde generell benötigt, sagte Schrade, der in diesem Jahr das letzte Mal dabei sein wird. Jetzt kann das Weihnachtsfest kommen. Ab Mitte der Woche wird der Weihnachtsbaum in vollem Glanze erstrahlen.

In Feuerbach ging es für einen grünen Riesen bereits vergangene Woche auf dem Wilhelm-Geiger-Platz in die Senkrechte. Für kommenden Samstag, 30. November, ist das feierliche Einleuchten geplant.

Der Weihnachtsbaum in Zuffenhausen wird am Dienstag um 8 Uhr vor dem Bezirksrathaus aufgestellt und am Freitag durch den Bund der Selbstständigen geschmückt.

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