Weihnachten mal anders Mit Donald und Greta unterm Baum

Vielfalt zum Fest: XXL-Burger oder Wildblumensalat Foto: Michl Lutz
Vielfalt zum Fest: XXL-Burger oder Wildblumensalat Foto: Michl Lutz

Wie könnten US-Präsident Donald Trump und die Klimaschützerin Greta Thunberg Weihnachten feiern? Wir haben uns Gedanken gemacht. Eine frei erfundene Geschichte.

Stuttgart - Sie könnten kaum unterschiedlicher sein: der notorische Klimawandel-Leugner und US-Präsident Donald Trump und die schwedische Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg. Doch Weihnachten feiern wahrscheinlich beide – jeder auf seine eigene Art. Wer kommt?, welche Geschenke liegen unterm Baum? Und was gibt es zu Essen? Wir klären die wichtigsten Fragen mit garantiert völlig frei erfundenen Antworten.

Wo wird gefeiert?

Greta Das Fest findet im Gartenhäuschen hinter dem Plus-Energiehaus der Thunbergs statt. Geheizt wird mit Biogas aus der eigenen Komposttoilette. Alternativ können auch Holzpellets aus alten Möbeln zum Einsatz kommen – aber nur nach umgehender Schadstoffprüfung. Donald Die Party steigt in einem Luxus-Ski-Resort in Aspen (Colorado) mit Helikopteranbindung. Im Ofen knistern dicke Scheite aus importiertem Tropenholz. Der Whirlpool wird mit zertifiziertem Kohlestrom beheizt.

Wer kommt?

Greta Geladen sind: Ursula von der Leyen (aber nur, wenn sie die EU-Klimaziele verschärft), Barack Obama (Anreise per Segelboot), Jigme Khesar Namgyel Wangchuck (Herrscher des Öko-Königreichs Bhutan) und Reinhold Messner, der den nächsten Klimagipfel ohne Sauerstoff­flasche besteigen will. Donald Wladimir Putin, Jair Bolsonaro, Boris Johnson und Kim Jong-un, der Donald einen kleinen Marzipan-Sprengkopf in Nordkoreas Landesfarben überreicht.

Wie sieht die Dekoration aus?

Greta Der Demeter-Weihnachtsbaum ist geschmückt mit selbst gebackenen Lebkuchen und Weihnachtssternen aus Schrott und Recyclingpappe. Elchfiguren sind keine dabei, weil diese Viecher mit ihren Pupsen zum Klimawandel beitragen. Donald Strom fressende Glühbirnen, die in der EU natürlich längst verboten sind, beleuchten Ski-Resort und Piste. Um den Energiebedarf zu decken, fahren die Arbeiter in einem nahe gelegenen Kohlekraftwerk Sonderschichten. Den Baum schmückt Lametta aus echtem PVC. Die Plastik-Tischdeko ist an Scheußlichkeit kaum zu überbieten.

Was gibt’s zu essen?

Greta Hauptgericht ist ein Nusshackbraten mit Nüssen aus europäischen Herkunftsländern, transportiert mit ökostrombetriebenen E-Autos, dazu Wildblumensalat. Dessert: Veganer Fairtrade-Schokokuchen, Getreidekaffee mit selbst gemachter Hafermilch. Donald Hauptgericht: In Kaviar gewendeter XXL-Burger aus japanischem Kobe-Rindfleisch, das zur Reifung mehrmals um den Globus geflogen wurde (fly-aged). Dessert: In der Wüste angebaute Avocados und Früchte aus möglichst weit entfernten tropischen Ländern.

Welche Geschenke liegen unterm Baum?

Greta Eine mit Gold aus verantwortlichem Bergbau gerahmte Erklärung aller Gäste, in der diese den weihnachtlichen Konsumterror geißeln. Angeheftet ist eine Selbstverpflichtung, 2020 weniger ballaststoffreiche und stark blähende Lebensmittel zu verzehren, um klimaschädliche Pupse und Rülpser zu vermeiden. Donald Eine mit Swarovski-Kristallen besetzte Alexa-Figur, die alles, was der Präsident von sich gibt, in reißerische Twitter-Meldungen verwandelt.

Wie erfährt die Welt von der Bescherung?

Greta Die Klimaaktivistin verzichtet auf Tweets, weil sich ihr Fairphone im stockdunklen schwedischen Winter nicht mit Solarstrom laden lässt. Dafür postet Barack Obama fleißig Selfies von sich mit Greta und den anderen Gästen. Donald Der Präsident schwärmt auf Twitter von den Privatschneekanonen, die er aus Österreich eingeflogen hat. Die Telefonnummer des Anbieters hat er von seinem Freund Christian Strache, der leider verhindert ist, weil er mit einer „Oligarchentochter“ in St. Petersburg Weihnachten feiern will. Natürlich mit jeder Menge „Schnee“.

Lesen Sie hier: Realsatire: Weihnachten politisch korrekt




Unsere Empfehlung für Sie