Zum Start der Aktion Weihnachtsfreude gibt es erstmals ein Buch mit vielen Überraschungen von 19 Autoren und einem dichtenden Bezirksvorsteher.

Lokales: Iris Frey (if)

Der Cannstatter Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler reimt gerne. Das ist bekannt. Und das auch zu Weihnachten. Im ersten Cannstatter Weihnachtsbüchle ist erstmals seine schwäbische Weihnachtsgeschichte in Reimform zu lesen, die er vor ein paar Jahren gedichtet hatte. Darüber freuen sich die Herausgeber des kleinen Bandes, Klaus Wagner, Jahrgang 1955 und Verlegerin Petra-Marion Niethammer. Beide wurden einst gemeinsam konfirmiert und sind sogar schon zusammen in Bad Cannstatt in den Martin-Luther-Kindergarten gegangen.

 

Mit ihrem kleinen Weihnachtsbuch wollen sie die Aktion Weihnachtsfreude unterstützen, die es seit 16 Jahren in Bad Cannstatt gibt, bei der die Bürger sich gelbe Wunschkarten vom Weihnachtsbaum nehmen und die Wünsche Bedürftiger erfüllen. Und damit die Aktion gelingt, sind viele Unterstützer notwendig. Sie kommen in dem Buch zu Wort, wie Marie Déjeux von der offenen und mobilen Jugendarbeit Inzel.

Geheimnis des Baums auf Rollen enthüllt

Auch Kurioses ist zu lesen, etwa von Klaus Wagner die Geschichte, die dem Buch den Titel gibt: Der rollende Weihnachtsbaum. Eine Besonderheit, die es wohl nur in wenigen Kirchen gibt, denn in der evangelischen Stadtkirche Bad Cannstatt kann der Weihnachtsbaum auf Rollen immer dahin geschoben werden, wo es passt. So stört er nicht etwa bei großen Konzerten und Veranstaltungen. Dieses Schmankerl und wer diese rollende Hilfe erfunden hat, erfahren die Leserinnen und Leser.

Katholischer Pfarrer war schon als Bub Sternsinger

Und der evangelische Dekan Eckart Schultz-Berg beschäftigt sich mit der Mutter Gottes, Maria bei der Weihnachtspredigt beim Evangelischen Verein. Claudia Degler vom Evangelischen Verein, der Projektpartner ist, erinnert an ihre persönlichen privaten und geschäftlichen Beziehungen zum Weihnachtsfest. Der katholische Pfarrer Andreas Krause von Liebfrauen kann berichten, dass er als Cannstatter Bub schon Sternsinger war. Heute entsendet er sie als Pfarrer und gibt ihnen Segenswünsche mit.

Erinnerungen an die Anfänge des Niklasmarkts

Besondere Erinnerungen weckt Stefan Betsch an die Anfänge des Niklasmarkts in Bad Cannstatt Ende der 1970er-Jahre. Fotos zeigen das Kaufhaus Pfullinger und die Modefirma Knoll und Schuh Graf. Und apropos Nikolaus: Edgar Rehberger aus dem Weltladen, erinnert sich an seinen Einsatz als Nikolaus als Redakteur der Cannstatter Zeitung in einer Sozialeinrichtung Anfang Dezember 1991.

Rezepte-Tipps aus Gutsle-Rezeptbuch der Wagners

Drei auf Schwäbisch geschriebene Geschichten bereichern das Buch. Und wer noch nicht weiß, was er in der Adventszeit backen will, bekommt Tipps, aus dem Gutsle-Rezeptbuch der Wagners. „Dies verstehe ich auch als Hommage an meine Eltern“, so der Herausgeber.

Am Samstag, 29. November, werden die Wunschbäume an der Stadtkirche und der Lutherkirche aufgestellt für die vom GHV und Altstadt Bad Cannstatt unterstützte Aktion Weihnachtsfreude und mit Karten bestückt. Das kleine Cannstatter Weihnachtsbuch ist im Nikros Verlag erschienen, gibt es beim Niklasmarkt am 6. Dezember am Stand der Stadtkirche, bei Osiander und in der Stadtkirche am Infostand. Es hat 80 Seiten und kostet 9,80 Euro, mit dem Titelbild und drei farbenfrohen Illustrationen von Dorothea Schwertzel-Thoma. Von jedem verkauften Buch gehen 50 Cent an die Aktion Weihnachtsfreude.