An drei Wochenenden vor Weihnachten erstrahlt der Marktplatz festlich, Glühweintöpfe dampfen. Doch wegen des Ladenschlussgesetzes gibt es eine Einschränkung.
Mit einer langen Einkaufsnacht und einem Hüttendorf auf dem Marktplatz wird in Leonberg die Adventszeit eingeläutet. Wenn am Freitag um 17 Uhr das Adventsdörfle im Schatten des großen Christbaumes am Alten Rathaus öffnet, werden auch die Geschäfte in der Altstadt länger geöffnet haben als sonst – bis 22 Uhr. Genügend Zeit also, um in festlicher Atmosphäre nach Geschenken schauen zu können oder sich für die Adventsdeko daheim inspirieren zu lassen.
Allerlei Accessoires für das festliche Weihnachtszimmer gibt es auch im Adventsdörfle selbst. Denn neben den neun Holzhütten, die an drei Wochenenden von insgesamt 27 Vereinen bewirtschaftet werden, gibt es diesmal sechs weitere Pavillons, in denen lokale Anbieter ein kleines, saisonales Sortiment an handgefertigten Produkten anbieten – darunter Adventskränze, Keramikwaren und Seifen.
Das Ladenöffnungsgesetz gilt auch beim Adventsdörfle
Im Gegensatz zu den Häuschen mit Speis und Trank, die jeweils von freitags bis sonntags geöffnet sind, bleiben die Verkaufshütten an den Adventssonntagen zu. Denn das Adventsdörfle ist kein Markt, bei dem ein sonntäglicher Verkauf erlaubt wäre. Rein rechtlich firmiert es als Veranstaltung.
„Hier greifen die Regelungen des Ladenöffnungsgesetzes“, erklärt die städtische Pressesprecherin Leila Fendrich unserer Zeitung. „Verkaufsstellen müssen geschlossen sein, und auch der Warenverkauf außerhalb davon ist nicht gestattet. Sonntage sind durch das Feiertagsgesetz geschützt.“
Das Angebot des Adventsdörfles ist erweitert
Im vergangenen Jahr gab es ausschließlich die von den Vereinen betriebenen Hütten. „Aufgrund der Rückmeldungen vieler Besucher haben wir jetzt unser Angebot erweitert“, erklärt die Rathaussprecherin. „Das ist als Versuch zu sehen, inwieweit die Besucher den Warenverkauf annehmen und die Wirtschaftlichkeit der Betreiber gebeben ist.“ Zusätzlich beginnt am Samstag, 6. Dezember, der Verkauf von Christbäumen auf dem Marktplatz. Im Alten Rathaus gibt es an den Sonntagen der Vorweihnachtszeit zudem um 14 und um 16 Uhr Puppentheater. Musikalische Beiträge und Vereinsvorführungen runden die vorweihnachtlichen Tage ab.
Geöffnet ist das Adventsdörfle an den ersten drei Adventswochenenden freitags von 17 bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 19 Uhr. Wer unter der Woche Lust auf Glühwein und Weihnachtsatmosphäre hat, wird bei den Hütten der Lokale „Irish-Pub“ und „Zweitwohnung“ fündig.
Adventszauber allüberall
Leonberg
Nicht nur in der Altstadt dampfen rund um den ersten Advent die Glühweintöpfe. Der Warmbronner Apfel-, Nuss- und Mandelkernmarkt ist am Samstag, 29. November, von 15 bis 19.30 Uhr geöffnet, das Gebersheimer Adventsmärktle am gleichen Tag von 14 bis 20 Uhr.
Rutesheim
Fast schon Kultcharakter hat der Rutesheimer Adventsmarkt am Samstag, 29. November, von 11 bis 21 Uhr. Zwischen dem Rathausvorplatz und dem Marktplatz werden an 50 Ständen weihnachtliche Waren sowie Speis und Trank angeboten. Zu Eröffnung mit Bürgermeisterin Susanne Widmaier gibt es Musik vom Posaunenchor des CVJM und den Royal Rangers. Ab 19 Uhr tritt der Musikverein auf.
Umgebung
Am ersten Adventswochenende gibt es weitere kleinere Märkte: Hemminger Scheunenweihnachtsmarkt (Sonntag von 11 bis 17 Uhr), Münchinger Adventsmarkt (Samstag 17 bis 22 Uhr, Sonntag 11 bis 18 Uhr), Flachter Adventsdorf (Samstag 14 bis 18 Uhr), Friolzheimer Adventsbasar (Sonntag 11 bis 19 Uhr) und Hausener Engelesmarkt (Freitag 15 bis 20 Uhr).