Weil der Stadt bekommt Geld 10 000 Euro für bessere Integration

Von Florian Mader 

Die Stadt will geflüchtete Frauen zu Tagesmüttern ausbilden.

Weil der Stadt will geflüchtete Frauen zu Tagesmüttern ausbilden. Foto: dpa
Weil der Stadt will geflüchtete Frauen zu Tagesmüttern ausbilden. Foto: dpa

Weil der Stadt - Das Land Baden-Württemberg hat Anträge von Weil der Stadt und Herrenberg bewilligt. Die beiden Städte bekommen insgesamt 30 000 Euro, wie aus einer Pressemitteilung des Leonberger Landtagsabgeordneten Bernd Murschel (Grüne) hervorgeht. Wie viel davon auf Weil der Stadt abfällt, geht aus der Mitteilung nicht hervor, beantragt hatte die Stadt 10 795 Euro.

Bei der Weiler Stadtverwaltung selbst ist noch kein Bescheid eingegangen, daher zeigt sich Tanja Kübler, die Amtsleiterin Jugend und Soziales, überrascht über den Geldsegen des Landes. „Wir haben einen solchen Antrag eingereicht, schön, wenn er jetzt offenbar bewilligt wurde“, sagt sie.

VHS plant die Kurse

Vor allem in die Flüchtlingsarbeit der Stadt soll das Geld fließen. „Die Volkshochschule plant Kurse zur Interkulturellen Kompetenz“, kündigt Kübler an. Sowohl für Einheimische, als auch für Flüchtlinge will die VHS die Kurse anbieten, in denen es um ein Verständnis für die jeweils andere Kultur geht. „Das geht uns ja oft so, dass wir feststellen, dass sich der Andere anders verhält“, sagt Kübler. „In den Kursen lernen wir dann, warum das so ist.“ 2015 war die Nachfrage nach diesen VHS-Kursen sehr groß, daher rechnet die Stadtverwaltung damit, dass das auch erneut der Fall sein wird. Ende des Jahres sollen die Kurse beginnen.

In Kindergärten arbeiten Flüchtlingsfrauen

Ein zweites Projekt, das Weil der Stadt mit dem Landesgeld fördert, sind Flüchtlingsfrauen, die in Kindergärten als Kulturvermittlerinnen arbeiten. Federführend ist dabei die städtische Flüchtlingsbetreuerin Anne Krätschmer-Kogelheide, die die geflüchteten Frauen gegen eine kleine Aufwandsentschädigung an die Kitas vermittelt. „Da überlegen wir, das auszubauen“, sagt Amtsleiterin Tanja Kübler. „Zudem gibt es die Idee, dass wir Frauen, die Interesse haben, zu Tagesmüttern qualifizieren.“ Hier ist die Stadt schon im Gespräch mit dem Tagespflegeverein. Mit dem Geld des Landes sollen dann die Ausbildungskosten finanziert werden. Zudem plant die Stadt, mit dem Geld des Landes Bewerbertrainings für Flüchtlinge anzubieten.

Das Geld stammt aus einem Förderprojekt des Landes, bei dem es um Integration geht. „Der soziale Zusammenhalt einer Gesellschaft wird durch engagierte Bürgerinnen und Bürger entscheidend geprägt“, erklärt der örtliche Abgeordnete Bernd Murschel. „Die Solidarität und Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge verdient Dank und Unterstützung.“