Weil der Stadt Das kleine und das große Rössle laden ein

Doris Petri und Hans-Josef Straub begutachten ihr neues Rössle. Foto: factum/Weise
Doris Petri und Hans-Josef Straub begutachten ihr neues Rössle. Foto: factum/Weise

15 Jahre lang hat es Alt-Bürgermeister Straub saniert. Jetzt ist das traditionsreiche Gasthaus fertig.

Weil der Stadt - Es ist nicht nur das älteste Gasthaus in Weil der Stadt, sondern auch das älteste Haus. Denn neben der Stadtmauer, ganz am Ende der Stuttgarter Straße gelegen, hat es den großen Stadtbrand von 1648 als eines der wenigen Gebäude der alten Reichsstadt überlebt.

Seit 1743 schließlich ist es das „Gasthaus Rössle“, und seit diesem Jahr endlich fertig. Der Schlussstein des Projekts ist ein gepflastertes Rössle, das von jetzt an den ebenso neu gestalteten Innenhof des Traditionsgasthauses bewacht und alle Besucher freundlich empfängt.

Vor 15 Jahren hatte es die Schmidt-Adler-Stiftung gekauft

Gespendet hat das gepflasterte kleine Rössle das Straßen- und Tiefbauunternehmen Max Steinhart aus Walddorfhäslach (bei Reutlingen) und passt damit ins Konzept den ganzen Gasthauses Rössle. Denn vor 15 Jahren hatte es die Schmidt-Adler-Stiftung gekauft und damit vor dem Zerfall gerettet. Diese Stiftung ging aus dem Nachlass von Else Schmidt und Max Adler hervor, die ihr Vermögen der „Kunst und Kultur in Weil der Stadt“ zukommen lassen wollten. Da ließ sich damals eine Gruppe um Rose Schnaufer, Hannes Schmalbach und den Bürgermeister Hans-Josef Straub nicht lange bitten und betrieben die Gründung der Schmidt-Adler-Stiftung. Das Rössle war all die Jahre seither einer der wichtigsten Stiftungszwecke. Seit etwa zehn Jahren ist das Obergeschoss fertig, das für Veranstaltungen vermietet wird. Und in dem unteren, seit vier Jahren sanierten Gastraum bewirtet Hans-Josef Straub, nunmehr als Alt-Bürgermeister, Gäste, Vereine, Parteien und alle, die ihn freundlich danach fragen.

„Vor allem an der Fasnet ist es stressig bei uns“, berichtet Doris Petri, eine der Ehrenamtlichen, die dem ehemaligen Schultes dabei helfen. Aber auch dann findet sich immer eine helfende Hand. „Wir wollen schließlich dieses historische Gebäude erhalten“, sagt Doris Petri, und da könne man dann ruhig auch mal anpacken.

Riquewihr-Bra-Abend

Für alle Interessierten steht das Rössle einmal im Monat offen. Dann nämlich, wenn das Schmidt-Adler-Team zu seinem traditionellen „Riquewihr-Bra-Abend“ einlädt. Schon seit eineinhalb Jahren tun sie das. „Wir sind dann schon mal 60 Leute“, erzählt Doris Petri. Zu scheuen braucht sich niemand, jeder sei an dem Abend herzlich willkommen. Und von nun an können die ehrenamtlichen Rössle-Wirte sogar in den neu gestalteten Innenhof einladen. Denn auch der ist jetzt fertiggestellt, mal wieder haben Mittel aus der Schmidt-Adler-Stiftung einen Teil des Rössle schöner gemacht. Dabei unterstützt wurden sie von einem 60-Prozent-Zuschuss des Landessanierungsprogramms.




Unsere Empfehlung für Sie