Weil der Stadt „Armageddon – das jüngste Gericht“

Von Regine Brinkmann 

Das konnten die Schüler aus Linz noch nicht so ausführlich erleben, sie sind erst kurz vor dem Festakt in Weil der Stadt angekommen. Die neun Schüler des Kepler Realgymnasiums Linz im Alter von 14 bis 16 Jahren sind mit ihrem Mathematik- und Physiklehrer Tobias Hindner angereist. Mit ihrer Arbeit „Armageddon – das jüngste Gericht“, einer Auseinandersetzung mit den mathematischen und naturwissenschaftlichen Fakten im amerikanischen Katastrophenfilm von Michael Bay aus dem Jahr 1998 mit Hilfe der keplerschen Gesetze der Planetenbewegung, haben sie den zweiten Platz errungen.

„Kepler hat die Grundlage für die heutige Wissenschaft gelegt“, erklärt Emil Pühringer, und Mitschülerin Natalie Riedler fasziniert, dass Kepler nicht nur die Naturwissenschaft betrieben, sondern „viel drumrum“ gemacht habe.

Den nächsten Preis gibt es 2021

Auf die Teilnahme am Kepler-Preis sind die Linzer Schüler durch einen Vortrag des Ingenieurs und Amateurastronomen Erich Meyer gekommen. Er hat 2018, rechtzeitig zum 400. Jahrestag der Entdeckung des 3. Keplergesetzes, das Wohnhaus von Johannes Kepler in der Linzer Hofgasse 7 identifiziert. Dort hat Kepler von 1613 bis 1620 gewohnt. „Die Fertigstellung seiner ‚Harmonice Mundi‘ fiel in Keplers Linzer Zeit“, betont Faber, „deshalb freut es uns besonders, dass heute Schüler aus dieser Stadt den Kepler-Preis mit nach Hause nehmen können.“

Die originelle Forschungsarbeit im Geiste Keplers geht in eine weitere Runde, der nächste Preis soll 2021 vergeben werden – zum 450. Geburtstag Keplers.