Neue Sonderausstellung des Heimatvereins Weil der Stadt im Stadtmuseum Marktplatz 12

Weil der Stadt im Nationalsozialismus: Lange waren Anhänger des Nationalsozialismus in der mehrheitlich katholischen 2000-Einwohner-Stadt eher unterdurchschnittlich vertreten gewesen. Am 30.Januar 1933 übertrug Reichspräsident Hindenburg Hitler die Macht, der am 23.März mit dem Ermächtigungsgesetz den Reichstag ausschaltete und Deutschland in eine Diktatur verwandelte. Nun ging es Schlag auf Schlag: Besetzung des Weiler Gemeinderats mit NSDAP-Funktionären, Verbot bzw. Selbstauflösung der Parteien, Zerschlagung der Gewerkschaften, Auflösung der Länderparlamente, Gleichschaltung von Presse, Rundfunk und Vereinen, Gängelung von Kultur und Kirchen, Entlassung nicht systemkonformer Beamter, erste Konzentrationslager und Verhaftungen, systematische ideologische Indoktrination, ganz besonders der Jugend. Jetzt ließ sich auch die hiesige Bevölkerung von der nationalen Begeisterung und Aufbruchsstimmung anstecken. Wie dies in einer Kleinstadt ablief, wie sich die Stadt unter den Nationalsozialisten veränderte, ist Thema der neuen Sonderausstellung des Heimatvereins im Stadtmuseum Weil der Stadt. Sie kann zu den üblichen Museumsöffnungszeiten sonntags von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden, der Eintritt ist frei. Gerne bietet der Heimatverein auch Gruppen- oder Klassenführungen durch die Ausstellung an, die über die Mailadresse info@heimatverein-weilderstadt.de vereinbart werden können.

 

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