Weil im Schönbuch So war es beim Seenachtsfest am Feuerwehrsee
Festliche Illumination und Feuerwerk sorgen für Andrang: Mehr als 3500 Besucher pilgern zur 35. Auflage des Weil im Schönbucher Seenachtsfests.
Festliche Illumination und Feuerwerk sorgen für Andrang: Mehr als 3500 Besucher pilgern zur 35. Auflage des Weil im Schönbucher Seenachtsfests.
Ein voller Erfolg war das Seenachtsfest in Weil im Schönbuch. Mehr als 3500 Besucher aus dem Flecken und weit darüber hinaus kamen zur 35. Auflage der Veranstaltung am vergangenen Samstag. Im Mittelpunkt stand neben der ausgelassenen Geselligkeit und einem festlich illuminierten Feuerwehrsee auch das große Musikfeuerwerk.
Es war bereits die 35. Auflage der Veranstaltung, die die Weil im Schönbucher Feuerwehr 1988 als kleine Hocketse am damals noch am gleichnamigen See befindlichen Feuerwehrhaus ins Leben gerufen hatte. Daraus ist im Verlauf der Jahre eine Großveranstaltung mit Sogwirkung weit über die Gemeinde hinaus geworden. Die dabei von den Veranstaltern gewonnene Erfahrung zahlte sich auch diesmal aus. 80 Helferinnen und Helfer waren vom Aufbau in der Woche davor, über die Durchführung am Festtag selbst, bis hin zum Abbau am Sonntagvormittag und –mittag im Einsatz. „Die ganze Mannschaft ist dabei“, freute sich Feuerwehrabteilungskommandant Jochen Braun, „trotz Sommerferien!“ „Jeder weiß, was er zu tun hat, es läuft eigentlich von selber“, ergänzte Kassier Martin Brennenstuhl.
Los ging’s am Nachmittag mit einem bunten Familienprogramm aus Spielstraße, Kinderkarussell oder Bootsfahrten auf dem See. Den Fassanstich mit Freibier übernahm in Abwesenheit des im wohlverdienten Urlaub weilenden Bürgermeisters Wolfgang Lahl in ebenfalls bewährter Manier dessen erster Stellvertreter Klaus Finger. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der heimische Musikverein Weil im Schönbuch.
Von 19 Uhr an übernahm die von vielen Seenachtsfest-Austragungen her bewährte Stimmungsband Die Grafenberger das Kommando auf der Bühne. Ob Abba-Medley oder Volkstümliches – spätestens mit Einbruch der Dämmerung schunkelten die Besucher schwungvoll mit und alle fast 2000 Plätze an den vorher tagelang aufgebauten Biertischgarnituren waren restlos besetzt. Sehr zur Freude der Ausrichter gar nicht notwendig war letztendlich die schützende Überdachung, denn der an den Vortagen befürchtete Regen blieb aus. Legendär der Appetit der Festgäste. Mehr als 800 Rote und 700 Schweinehalsweckle wurden ebenso verspeist wie 280 Kilogramm Pommes und 170 Kilogramm Wilde Kartoffeln. Dazu flossen an die 3000 Liter Bier und ebenso viele nichtalkoholische Getränke die durstigen Kehlen hinunter.
Unsicherheitsfaktor war bei aller Routine diesmal der Austragungsort. Entsteht oberhalb des Feuerwehrsees doch derzeit das neue Weil im Schönbucher Bürgerhaus. „Im Januar sah es so wild nach Baustelle aus, dass wir uns das Seenachtsfest dort gar nicht vorstellen konnten“, berichtete Urgestein und Mitorganisator Berthold Löffler.
Doch Schultes Wolfgang Lahl stand zu seinem Wort, 2025 und in den kommenden Jahren das Seenachtsfest am gewohnten Ort zu ermöglichen. Rechtzeitig wurde der Platz von Baumaterialien geräumt und eigens frisch eingeschottert. „Ein Dank an die Verwaltung“, unterstrich Feuerwehrkommandant Jochen Braun. „Wir sind megazufrieden“, fasste er den Verlauf der großen Sause trotz Baustelle überglücklich zusammen.