Wein servieren Kalt oder warm?

Von SIR 

Die richtige Trinktemperatur von Wein ist entscheidend für den Geschmack und den Trinkgenuss.

 Foto: dpa
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Stuttgart – Eine Regel besagt, dass man Rotwein bei Zimmertemperatur lagern kann. Früher war diese aber um etliche Grad kälter. Vor allem im Sommer sollte man den Rotwein kühlen – nur nicht so stark wie Weißwein.

Die Temperatur muss stimmen

Je wärmer Rotwein serviert wird, desto besser kommen die Aromastoffe zum Vorschein. Aber er darf eben auch nicht zu warm sein, denn dann riecht der Wein sehr stark. Die perfekte Trinktemperatur für die meisten Rotweine beträgt 15°C bis 18°C. Fruchtige Rotweine können aber bei 12°C bis 13°C getrunken werden. Weißweine, Roséweine und süße Weine werden dagegen gut gekühlt getrunken. Hier gilt die Regel je niedriger die Temperatur, desto mehr wird auch der Geschmack eingeschränkt. Halbtrockene Weine und Weißwein trinkt man am besten bei 14 Grad. Portwein, Sherry und andere Süßweine schmecken bei 8 bis 10 Grad am besten, genauso wie trockener Weißwein. Noch kühler sollte man südländische Likörweine genießen.

Wie wird gemessen?

Um sicher zu gehen, dass der jeweilige Wein die ideale Temperatur hat, gibt es Weinthermometer. Wer nicht nach der klassischen Variante mit dem normalen Thermometer, das man in den Wein hängt, messen will, für den empfiehlt sich die Manschette, mit der man die Temperatur des Weines auch bei geschlossener Flasche ermitteln kann. Allerdings ist dieses Thermometer etwas ungenauer.

Tricks und Tipps

Sollte der Rotwein zu kalt sein, kann man das so genannte Chambrieren anwenden. Hierzu wird er in angewärmtes Wasser gelegt oder gestellt. Rot­wein wird allerdings immer um ein bis zwei Grad küh­ler ser­viert als er getrun­ken wer­den soll, weil er sich im Glas schnell erwärmt. Und ganz wichtig: Cham­brie­ren in der Mikro­welle ist tabu, denn die Fla­sche würde sofort platzen. Weißwein kühlt man am besten im Kühlschrank oder auf die schnelle Variante mit einer Kühlmanschette, die wie ein Eisbeutel im Kühlfach gelagert wird. Es tut aber auch ein mit Eis und etwas Wasser gefüllter Sektkübel. Wer eine Prise Salz ins Was­ser gibt, kann den Kühl­pro­zess sogar noch beschleu­ni­gen. Frap­pie­ren nen­nen die Fran­zo­sen das schnelle Her­un­ter­küh­len des Weins (oder Cham­pa­gners) im Eis­bad.

Der Artikel "Die richtige Trinktemperatur für Wein" wurde freundlicherweise vom Gourmet Portal GuteKueche zur Verfügung gestellt.