Noch ist es nicht offiziell, aber in Weissach ist der Name längst kein Geheimnis mehr: Gerhard Dietz ist wohl nach Ursula Kreutel, Daniel Töpfer und Helmut Epple der vierte Bürgermeisterkandidat. Der SPD-Mann war früher OB von Rheinstetten.
Weissach - Noch ist es nicht offiziell, aber in Weissach ist der Name längst kein Geheimnis mehr: Gerhard Dietz ist wohl nach Ursula Kreutel, Daniel Töpfer und Helmut Epple der vierte Bürgermeisterkandidat. Er soll dem Vernehmen nach seine Unterlagen bereits im Rathaus abgegeben haben. Dietz ist Ortsvorsteher von Neuhengstett im Kreis Calw, das zur Gemeinde Althengstett gehört.
Gerhard Dietz ist 56 Jahre alt und war bereits Oberbürgermeister der 19 000-Einwohner-Stadt Rheinstetten im Kreis Karlsruhe. Er ist seit 1973 SPD-Mitglied und stammt aus Biebesheim am Rhein, was in der Nähe von Darmstadt in Hessen liegt. Nach der Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt war er bei seiner Heimatgemeinde Biebesheim angestellt wurde. Danach wurde er persönlicher Referent des Oberbürgermeisters in Schorndorf.
Vom Bürgermeister zum OB
Schließlich entschied er sich mit 30 Jahren, selbst aktiv in die Kommunalpolitik einzusteigen. Dietz wurde 1988 in Mönchweiler bei Villingen-Schwenningen zum Bürgermeister gewählt. Dann wurde er 2000 Bürgermeister der Stadt Rheinstetten, die in seiner Amtszeit 2006 zur Großen Kreisstadt aufgewertet wurde. Dietz wurde damit automatisch Oberbürgermeister. Bei der Wahl im Dezember 2007 wurde Dietz abgewählt, er bekam nur 37,5 Prozent und musste sich seinem 28-jährigen CDU-Kontrahenten Sebastian Schrempp mit 58,8 Prozent geschlagen geben. Offenbar hatte Dietz auf Straßenwahlkampf und auf Hausbesuche verzichtet. Die Rheinstettener SPD bedauerte damals die Abwahl: „Das hat er nicht verdient“, hieß es auf der Homepage des Ortsvereins.
Ortsvorsteher als neuer Job
Offenbar wollte der Sozialdemokrat aber weiterhin kommunalpolitisch aktiv bleiben. Im März 2013 wurde Dietz schließlich zum hauptamtlichen Ortsvorsteher in Neuhengstett gewählt, was eine 50-Prozent-Stelle ist. Er blieb aber im Raum Karlsruhe wohnen. Der SPD-Politiker ist verheiratet und hat einen 22-jährigen Sohn sowie eine 26-jährige Tochter.
Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum Montag, 16. Juni. Die Amtsinhaberin Ursula Kreutel hat bereits früh ihren Hut in den Ring geworfen, der Junge-Union-Kreisvorsitzende Daniel Töpfer hat sich kurz vor der Kommunalwahl erklärt, und der Dauer-Gemeinderatsbesucher Helmut Epple hat ebenfalls eine Bewerbung abgegeben. Die Regularien stehen bereits fest: Am 2. Juli gibt es eine öffentliche Kandidatenvorstellung in der Strudelbachhalle. Am 13. Juli ist der erste Wahlgang. Sollte keiner die absolute Mehrheit bekommen, ist für den 27. Juli ein zweiter Wahlgang angesetzt. Dann steht die Entscheidung fest.