Weissach Wie Meditation und Malerei zusammenhängen

Von Marion Graeber 

Über die Vielfältigkeit der Farbe und Materialien drückt sich die Kunst der Monika Esslinger aus. Ihre Exponate sind noch bis 31. August im Artifex-Galerieraum zu sehen.

Die Künstlerin Monika Esslinger vor ihren Werken, die noch bis Donnerstag im Weissacher Galerieraum zu sehen sind. Foto: Marion Graeber
Die Künstlerin Monika Esslinger vor ihren Werken, die noch bis Donnerstag im Weissacher Galerieraum zu sehen sind. Foto: Marion Graeber

Weissach - In Stuttgart geboren, ist Monika Esslinger sowohl in der Landeshauptstadt wie auch in Korntal-Münchingen aufgewachsen. „Ich bin kein Landkind“, sagt sie und lächelt. „Ich bin unheimlich gern in der Stadt.“ Über den Kunstverein Artifex hat die Künstlerin den Weg nach Weissach gefunden. Nun stellt sie ihre rund 30 Exponate im Galerieraum in Weissach aus. „Ich bin erst seit zwei Jahren dabei“, unterstreicht sie hierbei. „Das ist ein besonderer, ein hochkarätiger Kunstverein.“ Vor 25 Jahren hat Esslinger mit der Aquarellmalerei begonnen. Dann folgte eine lange Pause. Seit dem Jahr 2010 hat sie sich nun der Malerei wieder in seiner ganzen Fülle gewidmet. „Ich liebe es abstrakt“, sagt sie.

Mit Kunst, sagt Esslinger, sei sie nicht aufgewachsen. Doch der Vater war nach seiner beruflichen Zeit künstlerisch aktiv. „Er hat Holzreliefs gemacht“, sagt sie. Mit dem Besuch eines Volkshochschulkurses hat Monika Esslinger ebenfalls in die Welt der Kunst Einblick erhalten. Doch das war nicht das, was Kunst für sie bedeuten sollte. Später folgten Workshops an Kunstakademien. Beispielsweise in Gerlingen.

Seit drei Jahren in Gerlingen

„In Gerlingen bin ich seit drei Jahren. Ich habe herausgefunden, dass das für mich am besten ist“, unterstreicht Monika Esslinger. Es ist der Austausch mit anderen Kursteilnehmern und das Auseinandersetzen mit Themen, was für die Künstlerin reizvoll ist. „Zu Hause habe ich kein Atelier, meine Wohnung ist nicht so groß“, betont sie.

Sich der Malerei widmen, ist für Monika Esslinger wie in Meditation zu sein. In diesem Zustand kann sie abschalten. Vom Alltag und auch dem Berufsstress im Vollzeitjob einer Versicherung. „Ich bin Bauchmaler. Arbeite intuitiv. Es ist sehr viel Seelenleben in meinen Bildern“, betont sie.

Titel gibt die Malerin ihren Bildern nicht. Alle Werke sind durchgehend nummeriert. „Ich möchte die Betrachter nicht auf etwas hinweisen. Viele sehen in meinen Bildern unterschiedliches.“ Auch sind die Motive nicht wirklich Motive. Es ist abstrakte Malerei und in der Interpretation offen.

Bis zu sechs Leinwände gleichzeitig in Arbeit

Geht Esslinger an ein Bild, kreisen die Gedanken um Farbe und Material. Dabei sind es drei bis sechs Leinwände, welche sie gleichzeitig bearbeitet. Eine Leinwand sei aufgrund des nötigen Trocknungsprozesses einfach zu wenig. Auch Serien entstehen so gleichzeitig. In der Formatgröße ist die Künstlerin offen. Das variiert von klein bis groß. Des Weiteren entstehen Kalender.

Bei den Farben bevorzugt Esslinger solche, die möglichst nicht ausdünsten. Auch mit Pigmenten arbeitet die Künstlerin reduziert. Um Lungen und Bronchien zu schützen, verwendet sie hochwertige Farben und Leinwände. Auch Fixative werden sorgfältig ausgewählt. In Öl malt die Künstlerin nicht.

Mit ihrer Kunst möchte Monika Esslinger, die ihre Bilder schon vielseitig ausgestellt hat, Freude an der Farbe vermitteln.

Kunst bedeutet für sie Zufriedenheit, Ruhe und Ausgeglichenheit. Gleich einer Meditation.