Der Aichtaler Bürgermeister Sebastian Kurz wird von der „Welt“ als österreichischer Kanzler a.D. zu einer Talkshow eingeladen. Es ist nicht die erste Verwechslung.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Aichtaler Bürgermeister Sebastian Kurz mit einem weitaus berühmteren Politiker gleichen Namens verwechselt worden ist. Diesmal hat er sich aber darüber gefreut, als österreichischer Kanzler a.D. angeschrieben worden zu sein: Wie der Kommunalpolitiker in dieser Woche auf seinem Instagram-Profil in einem Story-Post mitteilt, hat er in seinem Briefkasten eine Einladung von der überregionalen Tageszeitung „Welt“ vorgefunden.
„Zack! Da wird man vom WELT-Chefredakteur zum Bundeskanzler der Republik Österreich a.D. befördert – und gleich noch die Talkshow-Einladung dazu bekommen“, titelt der Aichtaler Kurz in seinem Post – mehrere Emojis signalisieren, dass er die Einladung freilich nicht ganz ernst nimmt. Gegenüber unserer Zeitung bestätigt er, die Einladung sei echt und gelte für ein neues Talkshow-Format der „Welt“-Gruppe mit dem Chefredakteur. Ein Thema für die Veranstaltung sei nicht genannt worden.
Bürgermeister Kurz: nicht die erste Verwechslung mit dem Kanzler a. D.
Eine Antwort an die „Welt“-Chefredaktion hat der Aichtaler Sebastian Kurz noch am Dienstag verfasst. Und dabei zwar auf die Verwechslung hingewiesen, die Einladung aber auch angenommen. „Ich würde es schön finden, wenn wir beide eingeladen würden“, sagt der Bürgermeister unserer Zeitung.
Er sei schon öfters mit dem früheren österreichischen Kanzler verwechselt worden, erläutert der Kommunalpolitiker. Während dessen Amtszeit habe er öfters Nachrichten per Mail oder via Social Media erhalten, die eigentlich an den anderen Sebastian Kurz gerichtet waren. Wie der Aichtaler Schultes bereits in der Vergangenheit berichtete, waren das nicht nur positive Erfahrungen, sondern auch böse Kommentare gegen den Österreicher. Es gibt aber auch lustige Anekdoten, wie die Verwirrung bei Österreichischen Usern, als der Aichtaler Kurz 2023 in seinem Sommerurlaub seinen Parkplatz für alle Bürger frei gab. „Verwirrung über Sebastian Kurz’ Parkplatz im Aichtal“, titelte damals ein Artikel in der „Kleinen Zeitung“, aber auch die deutsche „Bild“ berichtete.
In seiner Tätigkeit als Rathauschef half ihm eine Verwechslung mit dem früheren österreichischen Kanzler auch mal. Als die Stadt einen Hilfskonvoi nach einem Erdbeben in Kroatien Ende 2020 senden wollte, sei er im Wiener Innenministerium von der Telefonzentrale direkt zum Ministerialdirektor durchgestellt worden, erinnert sich der Aichtaler Sebastian Kurz. „Innerhalb weniger Stunden hatten wir die Mautbefreiung“, erzählt er.
Aichtaler sieht politische Gemeinsamkeiten mit Ex-Kanzler
Seinen Namensvetter aus Österreich würde der Aichtaler Bürgermeister gerne kennenlernen, weshalb er ein Zusammentreffen bei der „Welt“-Talkshow begrüßen würde. Er, der für die CDU zur kommenden Landtagswahl antreten wollte, glaubt, sich politisch inhaltlich auf einer ähnlichen Ebene wie der frühere ÖVP-Politiker Kurz zu befinden. Diskutieren würde er gerne über Herausforderungen, die europapolitische Entscheidungen mit sich bringen – und wie sie in den Kommunen zum Tragen kommen. Beispielsweise die Migrationspolitik. „Ich sehe sie vor dem Hintergrund kritisch, als dass wir viele Konflikte auf der Welt haben und immer mehr Menschen auf Schutz angewiesen sind. In den Kommunen betreuen wir derzeit aber viele Menschen, deren Schutzstatus infrage steht“, sagt Kurz.
Übrigens haben die zwei Sebastian Kurz mehr gemeinsam als den Namen und die berufliche Tätigkeit in der Politik. Sie sind beispielsweise im gleichen Jahr, 1986, geboren.