Weltstar in Stuttgart Jetzt sind die Gründe bekannt – warum Jason Derulo nur kurz im Hi Life blieb

Jason Derulo ist in der Schleyerhalle aufgetreten, nicht aber bei der After-Show-Party im Hi Life. Foto: Lichtgut

Er kam und ging gleich wieder: Jetzt wird klar, warum US-Star Jason Derulo bei der After-Show im Stuttgarter Club Hi Life nicht auftrat – wer bleibt auf den Kosten sitzen?

Stadtleben/Stadtkultur: Uwe Bogen (ubo)

Jetzt werden Gründe genannt, warum die geplante After-Show-Party mit US-Superstar Jason Derulo im Stuttgarter Club Hi Life nach seinem Konzert in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle kurzfristig geplatzt ist. Hinter den Kulissen soll es Streit um die Getränke im Backstage-Bereich gegeben haben.

 

Der Sänger sollte nach seiner Show vor Tausenden noch in der Kellerlocation am Rotebühlplatz vor einem kleinen Kreis erscheinen – zu einem Playback-Auftritt, wie er bei solchen Aftershow-Partys üblich ist. Doch dazu kam es nicht. Derulo erschien zwar mit seinem Tross im Club, trat jedoch nicht auf.

Vertragliche Getränke fehlen: Derulo sagt Auftritt ab

Wie unsere Redaktion nun erfahren hat, bemängelten der Künstler und sein Team, dass sich die vertraglich vereinbarten Getränke nicht im Backstage-Bereich befanden. Solche sogenannten „Hospitality-Listen“ sind bei internationalen Stars üblich und Teil der Verträge.

Der Betreiber des Hi Life, Tim Berkemer, hatte nach eigenen Angaben sämtliche Getränke besorgt, die auf der ihm vorliegenden Liste für die Aftershow standen – darunter Champagner, Whisky, Tequila bestimmter Marken und weitere Spirituosen. Später stellte sich jedoch heraus, dass dem Club offenbar eine falsche Liste übermittelt worden war. Die tatsächliche Aufstellung der im Vertrag festgelegten Getränke sei von der zuständigen Booking-Agentur nicht weitergegeben worden.

Szene vom Derulo-Auftritt in der Schleyerhalle. Foto: Lichtgut/Schmidt

Derulo verlässt Club: Warten auf Drinks dauert zu lange

Der Club bot dem Team des Sängers an, die fehlenden alkoholischen Getränke kurzfristig aus befreundeten Bars zu besorgen. Das hätte allerdings etwas Zeit in Anspruch genommen. Für den Künstler und sein Management offenbar zu lange.

Statt im Hi Life aufzutreten, verließ Jason Derulo schließlich den Club und fuhr weiter nach Pforzheim. Dort trat er später in der Nacht noch bei einer Party im Flash auf.

Ein Künstlerbetreuer aus dem Umfeld der Tour, der mit unserer Redaktion sprach, sieht die Verantwortung nicht beim Hi-Life-Club. Wenn die im Vertrag festgelegten Getränke im Backstage-Bereich fehlten, sei dies aber formal ein Vertragsverstoß. In einem solchen Fall werde das vereinbarte Honorar auch dann fällig, wenn der Künstler nicht auftrete.

Hi Life droht finanzieller Verlust

Für das Hi Life könnte die Nacht damit finanziell teuer werden. Das bereits überwiesene Honorar dürfte der Club wohl nicht zurückerhalten. Die Gäste, die für rund 35 Euro Tickets gekauft hatten, sollen jedoch nicht leer ausgehen. Der Club kündigte an, die Besucher entschädigen zu wollen – etwa durch freien Eintritt an einem der kommenden Clubabende. Ob es wegen der Vorgänge hinter den Kulissen noch zu einer juristischen Auseinandersetzung mit der Booking-Agentur kommt, ist derzeit offen.

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