Angesichts der vielen blutigen Konflikte sehen die Vereinten Nationen und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) die Welt am Wendepunkt: In einem gemeinsamen Appell fordern sie viel mehr Anstrengungen besonders zum Schutz der Zivilbevölkerung.

Genf - „Trotz himmelschreiender Grausamkeiten reagiert die Welt mit verstörendem Nichtstun“, kritisierte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in dem am Samstag in Genf veröffentlichten Appell. IKRK-Präsident Peter Maurer erklärte: „Kaum zuvor haben wir so viele Menschen auf der Flucht, so viel Instabilität, so viel Leid gesehen.“

60 Millionen Menschen hätten ihre Heimatorte wegen Gewalt und Krieg verlassen müssen, so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. In Afghanistan, im Irak, in Nigeria, im Südsudan, im Jemen, in Syrien und anderswo beachteten die Kämpfer nicht einmal die fundamentalsten Prinzipien der Menschlichkeit, heißt es in dem Aufruf weiter.

„Heute sprechen wir mit einer Stimme, um alle Staaten aufzufordern, sofortige Schritte zu unternehmen, das Los der Zivilisten zu erleichtern“, erklärte Ban.

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