Weniger Obstbauern, größere Anbauflächen Äpfel dominieren die Beliebtheitsskala

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In Deutschland gibt es knapp 7200 Betriebe, die Baumobst wie Äpfel, Birnen, Kirschen oder Pflaumen anbauen. Die Zahl der Betriebe ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, aber sie bewirtschaften eine immer größere Fläche.

Die größten Anbaugebiete in Deutschland sind  in Baden-Württemberg und Niedersachsen. Foto: dpa
Die größten Anbaugebiete in Deutschland sind in Baden-Württemberg und Niedersachsen. Foto: dpa

Stuttgart - In Deutschland werden auf einer immer größeren Fläche Baumobst wie Äpfel, Birnen, Kirschen und Pflaumen angebaut. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Betriebe. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird hierzulande in diesem Jahr auf knapp 50 000 Hektar Baumobst gezüchtet. Das mit Abstand bedeutendste Bundesland dafür ist Baden-Württemberg mit der Region Bodensee (auf knapp 18 300 Hektar), gefolgt von Niedersachsen (9200 Hektar) und Rheinland-Pfalz (4000 Hektar).

Nach Angaben der Statistiker in Wiesbaden dominieren Äpfel mit Abstand. Sie werden auf mehr mehr als zwei Drittel der gesamten Fläche angebaut – konkret auf 34 000 Hektar; dies sind 2300 Hektar mehr als 2012. Äpfel aus Deutschland sind vor allem Tafelobst; die Industrie verarbeitet lediglich die Ernte von knapp einem Fünftel der angebauten Fläche. Dagegen sichern insgesamt 71 Millionen Bäume die Versorgung der Verbrauchern mit Äpfeln – die beliebtesten Sorten sind dabei Elstar, Braeburn und Gala.

Der Anbau von Sauerkirschen sinkt

Auf Platz zwei der bedeutendsten Baumobstsorten stehen Kirschen – sowohl Süß- als auch Sauerkirschen –, die auf eine Fläche von gut 8000 Hektar angebaut werden. Vor allem die Bedeutung der Sauerkirschen ist seit 2012 gesunken – gemessen an der angebauten Fläche um 15 Prozent. Während Süßkirschen und auch Pflaumen sowie Zwetschen meist zum unmittelbaren Verzehr bestimmt sind, wird die Ernte von Sauerkirschen, Mirabellen und Renekloden zum überwiegenden Teil industriell weiterverarbeitet.

Knapp 7200 Baumobstbetriebe gibt es in Deutschland, hat das Statistische Bundesamt gezählt. Im Vergleich dazu: 2012 waren es noch knapp 7400 Betriebe und 2007 sogar mehr als 11 400. Nach ökologischen Gesichtspunkten arbeiten aktuell rund 850 Betriebe auf einer Fläche von 7500 Hektar. Dies entspricht einem Anteil von 15 Prozent der gesamten Baumobstanbaufläche.