Werbekampagne in Stuttgart Was bedeutet eigentlich #stuttgether?

Von tst/aim 

Unter dem Hashtag „stuttgether“ wirbt die Stadt Stuttgart für den Zusammenhalt der Stuttgarter Bevölkerung. Bunte Plakate schmücken seit Kurzem die Stadtbahn-Haltestellen und sollen die Integrationspolitik der Stadt unterstützen.

Diese Plakate der Stadt Stuttgart leuchten jetzt in den Stadtbahn-Stationen. Foto: Grünewald
Diese Plakate der Stadt Stuttgart leuchten jetzt in den Stadtbahn-Stationen. Foto: Grünewald

Stuttgart - Stuttgarter eint vieles: Da wäre zum Beispiel die Liebe zu Spätzle oder der ständige Hang zum „bruddeln“. Doch was ist es, das die Kesselbewohner wirklich verbindet und wie kann ein „Wir-Gefühl“ geschaffen werden?

Die Stadt sagt Danke

Mit dieser Frage beschäftigten sich Werner Wölfle, Bürgermeister für Soziales und gesellschaftliche Integration und dessen Mitarbeiterin Ayse Özbabacan und riefen ein Medien-Projekt ins Leben, welches nun in der Stuttgarter Innenstadt zu sehen ist. „Stuttgart ist Heimat, Gemeinschaft, Vielfalt, Sicherheit und Zukunft“ steht auf den farbenfrohen Plakaten, die in den Stadtbahn-Haltestellen leuchten.

Auf die Feststellung folgt ein „dank dir“, denn das ist es, worauf es bei dem Projekt ankommt: Die Stadt Stuttgart möchte nicht nur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt werben, sondern sich gleichzeitig bei den Bürgern bedanken, die sich bereits dafür engagieren. „Gemeinsam stärken wir unsere Gesellschaft“, heißt es in der Pressemitteilung.

Social Wall für #stuttgether-Beiträge

Dafür steht auch das Schlagwort der Kampagne. „#stuttgether“ soll die Worte „Stuttgart“ und „gemeinsam“ (engl.: together) vereinen und ziert die rechte Ecke eines jeden Plakats. Dabei soll der Hashtag nicht nur abgedruckt, sondern auch interaktiv verwendet werden.

Unter dem Stichwort #stuttgether lädt die Stadt jeden dazu ein, seine Geschichte zu Stuttgart zu erzählen. Posts, die den Hashtag auf sozialen Medien verwenden, werden automatisch auf einer Internetseite veröffentlicht, die alle Beiträge zum Thema vereint. Auch E-Mails oder Postkarten können eingesandt werden.

Die Verfasser der zwölf besten Postings werden zum Frühstück mit Wölfle eingeladen. Der Bürgermeister scheint hellauf begeistert von der Aktion: „Alle Menschen, die in unserer Stadt leben, sind Stuttgarter und Stuttgarterinnen – unabhängig von Pass und Herkunft.“ Dieses Motto habe in der „weltoffenen, liberalen und kulturell vielfältigen Metropole“ eine langjährige Tradition und die gleichberechtigte Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen am gesellschaftlichen Leben solle auch in Zukunft im Mittelpunkt stehen.

Zusammenarbeit mit Marketing-Experten

Dabei haben Wölfle und Özbabacan das Projekt nicht allein umgesetzt. Idee und Gestaltung der Plakate stammen aus einer Kooperation mit der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule und der Werbefirma Ströer Media. Mehr als 18 Wochen hatten Auszubildende der Marketingkommunikation im Rahmen eines Schulprojekts an einer realen Kampagne für die Stadt Stuttgart gearbeitet.

Evelyn Lerche, Leiterin der Ströer-Niederlassung in Stuttgart, und Birte Reiser, Lehrerin an der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule, standen den angehenden Marketingkaufleuten beratend zur Verfügung. Die Siegerplakate wurden bereits von 29. Mai bis 1. Juni 2018 ausgestellt. Ab dem 19. Juni sollen sie erneut in Stadtbahn-Stationen und an ausgewählten Straßenplakatierungen prangen.

Stuttgarter sind geteilter Meinung

Um die Werbewirkung der Kampagne zu testen, befragen die Auszubildenden in den kommenden Tagen Passanten in der Stuttgarter Innenstadt. Auf Basis der Erkenntnisse soll gemeinsam eine Marketing-Empfehlung für die Stadt Stuttgart ausgearbeitet werden, die im Rahmen des Internationalen Ausschusses am 27. Juni vorgestellt wird.

Im Internet sind Stuttgarter bisher geteilter Meinung:

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