Wespenstiche im Kreis Esslingen Tödliche Gefahr für Allergiker

Meist klingen die Beschwerden durch Wespenstiche nach zwei bis drei Tagen ab. Doch für Allergiker können sie schlimmere Folgen haben. Foto: picture alliance/dpa/Frank Rumpenhorst

Wespenstiche können für Menschen mit einer Überempfindlichkeit gegen Insektengift zu einer großen Bedrohung werden. Die Symptome sind je nach Grad der Allergie unterschiedlich und können bis hin zu einem lebensgefährlichen Schock reichen.

Reporterin: Simone Weiß (swe)

Für Allergiker können Wespenstiche lebensgefährlich sein. Das Gesundheitsamt im Landratsamt Esslingen empfiehlt Menschen mit einer besonderen Empfindlichkeit gegen Wespengift deswegen laut Pressesprecherin Andrea Wangner einen Notfall-Kit. Er sei beim Arzt erhältlich und sollte während des Sommers mitgeführt werden. Menschen im näheren Umfeld des Betroffenen sollten über die Allergie informiert und mit dem Umgang des Notfallsets vertraut gemacht werden.

 

Die Reaktion auf das Insektengift sind bei Allergikern laut Kreisbehörde unterschiedlich stark ausgeprägt: „Eine leichte Überempfindlichkeit kann sich zum Beispiel durch eine übermäßige Schwellung, die über die lokale Einstichstelle hinausgeht, oder länger andauernde Beschwerden äußern.“ Bei nicht-allergischen Personen würden Beschwerden wie ein ziehender Schmerz und eine Schwellung an der Stichstelle nach zwei bis drei Tagen gänzlich verschwinden. Weitere Symptome können bei Menschen mit einer Überempfindlichkeit kurzfristige Übelkeit oder Schweißausbrüche sein. Wer von seiner Allergie weiß, sollte nach jedem Stich umgehend einen Arzt konsultieren. Bei einer erstmaligen, milden Überempfindlichkeit, so das Gesundheitsamt, sollte zusätzlich das Allergierisiko der betroffenen Person von einem Arzt oder einer Ärztin untersucht werden: „Der ideale Zeitpunkt für eine Allergiediagnostik ist frühestens zwei Wochen nach dem Insektenstich.“

Schwere Allergieformen auf Wespenstiche wirken sich auf den ganzen Körper aus, teilt Andrea Wangner mit. Symptome können Übelkeit, Schweißausbrüche, Schwindel oder Herzrasen sein. Möglich sind aber auch Atemnot, Bewusstlosigkeit oder ein lebensgefährlicher anaphylaktischer Schock. Treten diese Anzeichen nach einem Stich auf und verschlechtert sich der Zustand des Patienten, sollte rasch ein Notarzt verständigt werden, rät die Kreisbehörde.

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