Wetter im Südwesten „Elvira“ bringt Hagel und Starkregen

Eine Unwetterfront zog über den Südwesten und ließ Keller und Straßen zum Beispiel in Nürtingen im Kreis Esslingen vollaufen. Unsere Bildergalerie zeigt die Aufräumarbeiten der Feuerwehr. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg 13 Bilder
Eine Unwetterfront zog über den Südwesten und ließ Keller und Straßen zum Beispiel in Nürtingen im Kreis Esslingen vollaufen. Unsere Bildergalerie zeigt die Aufräumarbeiten der Feuerwehr. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg

Entlaubte Weinberge, Erdrutsche, umgestürzte Bäume - die jüngsten Unwetter hinterließen ihre Spuren. Doch Starkregen und Gewitter haben sich noch nicht aus Deutschland verabschiedet. Der Südwesten soll besonders am Sonntag die Unwetter abbekommen.

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Berlin - Großes Aufräumen nach Unwettern: Starkregen und Hagelmassen haben in mehreren Bundesländern Schäden angerichtet. In Rheinland-Pfalz war nach einem Erdrutsch sogar ein Zug auf dem Weg nach Trier zwischen Hatzenport und Moselkern entgleist. Verletzt wurde aber niemand. Gewitter mit Unwetterpotenzial sind am Wochenende weiterhin möglich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag in Offenbach mitteilte. Tief „Elvira“ bringe schwülwarme „Waschküchenluft“ von Südwesten her ins Land.

Keller voller Wasser

Vielerorts waren am Samstag Straßen gesperrt, Keller voller Wasser oder Weinberge entlaubt. In einigen Straßen hatten Hagelkörner eine 30 Zentimeter dicke Schicht gebildet. Polizei und Feuerwehren waren in vielen Regionen seit Freitagnachmittag im Dauereinsatz.

Auch Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt machte das Unwetter zu schaffen, wie ein Sprecher am Samstag sagte. Es kam zu 20 Flugausfällen sowie zu Verspätungen und Umleitungen. Ein Taxifahrer, der in Wiesbaden durch die Regenmassen in seinem Auto eingeschlossen war, musste von den Rettern befreit werden.

Im sächsischen Brand-Erbisdorf setzte ein Blitz den Dachstuhl eines Wohnhauses in Brand. Regenmassen machten unter anderem Straßen bei Heidenheim in Baden-Württemberg unpassierbar. In Reichenbach an der Fils liefen Gullis über und Garagen standen unter Wasser. Eine Wanderin ist am Samstag in der Wutachschlucht im Hochschwarzwald von einem Erdrutsch getroffen worden. Die 64-Jährige sei am Vormittag bis zur Hüfte verschüttet und leicht verletzt worden, teilte ein Sprecher der Polizei in Freiburg mit. Die Bergwacht habe die Touristin im Bereich der Gemeinde Wutach befreit. Teile der Wanderwege wurden daraufhin gesperrt. Im vergangenen Jahr war die Wutachschlucht - eines der beliebtesten Ausflugs- und Touristenziele im Schwarzwald - nach Unwettern mit Erdrutschen für mehrere Tage gesperrt. In der bayerischen Gemeinde Tuntenhausen kamen Hagelkörner von bis zu drei Zentimetern Durchmesser vom Himmel.

Kräftige Gewitter

Die Meteorologen rechnen auch am Sonntag mit kräftigen Gewittern und Regen. Morgens seien besonders der Westen und Südwesten betroffen. Zum Nachmittag sollen dann fast alle Landesteile mehr oder weniger stark Gewittern ausgesetzt sein. Einige von ihnen könnten sich zu Unwettern entwickeln. Wo genau, sei nicht vorherzusagen.

Zu Beginn der kommenden Woche sollen sich die Gewitter dann in den Nordosten verlagern, wo es nach der Vorhersage des Wetterdiensts wieder zu Unwettern kommen kann. Im Südwesten gebe es dann noch Regen und Regenschauer - aber keine Gewitter mehr.

Unsere Bildergalerie zeigt die Aufräumarbeiten der Feuerwehr in Reichenbach an der Fils.

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