Die Glätte auf Stuttgarts Straßen kommt später als erwartet, doch sie kommt wahrscheinlich. Wann der DWD dazu rät, das Auto stehen zu lassen.

Digital Desk: Sascha Maier (sma)

Zuletzt hatte der Deutsche Wetterdienst DWD vor einem möglichen „markanten Schnee-Ereignis“ gewarnt, das am Samstag erwartet wurde. Die gute Nachricht: Der Samstag wird laut DWD weniger gefährlich als im schlimmsten Fall angenommen. Die schlechte: Die Glätte kommt aller Wahrscheinlichkeit nach nur später.

 

Das heißt aber nicht, dass am Samstag Sonnenschein herrscht und Autofahrer bedenkenlos durch den Kessel sausen können, wie die DWD-Meteorologin Helga Scheef betont. Viel mehr das Gegenteil sei der Fall: „Während ab Freitagabend kräftiger Dauerregen nach einem windigen Tag zu erwarten ist, rechnen wir am Samstagmorgen in Stuttgart mit Schneeregen, der zu starken Sichteinschränkungen führen kann.“ Bei Höchsttemperaturen von drei bis vier Grad könne es außerdem zeitweise zu Glätte kommen.

Schneemann-Wetter am Samstag

Immerhin: Da es über den Samstag hinweg abkühlt, dürfen sich Schneemannbauer freuen. Denn da die Temperaturen bereits am Nachmittag in den Minusbereich rutschen könnten, könnte laut Scheef spätestens am frühen Abend auch genug Schnee liegenbleiben, um daraus Kugeln zu rollen.

In der Nacht auf Sonntag soll der Schneefall schließlich etwas nachlassen. Laut der Wetterexpertin steht ein aufgeklarter, aber klirrend kalter Tag an. „Wir rechnen mit Dauerfrost und maximal drei Grad“, sagt Helga Scheef.

In der ersten Nachthälfte zum Montag könnte es ihrer Einschätzung nach noch viel kälter werden in Stuttgart, die Temperaturen auf minus neun Grad absinken. Was sich am Montagmorgen zu einem großen Problem im Straßenverkehr entwickeln könnte: „Aktuellen Prognosen nach soll es zwischen Montagmorgen- und -mittag stark regnen“, so die Meteorologin. Und kombiniert mit dem eiskalten Boden „könnte das durchaus sehr gefährlich werden auf den Straßen“ und zu Glatteis führen.

„Besser nicht Auto fahren“

Der DWD rät darum nicht nur dazu, im Berufsverkehr besonders aufzupassen. „Wenn es sich vermeiden lässt, sollte man in diesem Zeitraum besser nicht Auto fahren“, sagt Scheef.

Der sich anbahnende Kälteeinbruch hat auch andernorts in Baden-Württemberg bereits Folgen. So ist es etwa in Heidelberg sogar für das Schlittschuhlaufen zu kalt. Wie Heidelberg Marketing und die Eisbahnbetreiber mitteilten, bleibt die Eisbahn am 10. und 11. Januar zu. Als Grund dafür wurde ein angekündigtes Sturmtief genannt.