In Deutschland bleibt es zunächst winterlich. Wo muss jetzt mit Schnee und Glatteis gerechnet werden?

Digital Desk: David Hahn

Den aktuellen Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienstes (Stand 18. Februar 2026, 11:30 Uhr) gibt es hier im Überblick. Eine Karte zeigt, wo man in den nächsten Tagen mit Schnee und Glatteis rechnen muss.

 

Wetter in Deutschland: Aktueller Warnlagebericht für Mittwoch und Donnerstag

Die eingeflossene Meereskaltluft steht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittwoch zunächst unter Zwischenhocheinfluss. Im Tagesverlauf greift jedoch der Ausläufer eines Tiefs vom nahen Atlantik auf den Westen und Süden über. Bis zum Nachmittag fällt vor allem im Osten und in der östlichen Mitte gebietsweise noch leichter Schnee, mit nur geringem Neuschneezuwachs. Im Südwesten setzen Niederschläge ein, die sich bis zum Abend etwa bis zu einer Linie Saarland–Alpenvorland ausbreiten. In tiefen Lagen geht der Niederschlag rasch in Regen über oder beginnt bereits als Regen. Sonst fällt Schnee mit 1 bis 5 Zentimetern Neuschnee, im Schwarzwald um 10 Zentimeter. Im Norden und Osten sowie in vielen Mittelgebirgen herrscht häufig Dauerfrost zwischen -3 und 0 Grad. Vor allem im Bergland sowie bei Dauerfrost bleibt es örtlich glatt durch überfrierende Nässe oder etwas Neuschnee.

Die Niederschläge breiten sich in der Nacht zum Donnerstag weiter nordostwärts aus und erreichen etwa eine Linie Münsterland–Nordhessen–Nord- und Ostbayern. Häufig fallen bis in tiefe Lagen 1 bis 5 Zentimeter Schnee. In den Staulagen der westlichen und zentralen Mittelgebirge kommen 10 bis 15 Zentimeter innerhalb von 6 bis 12 Stunden zusammen. In der zweiten Nachthälfte sind vom Niederrhein und Münsterland bis ins Ruhrgebiet lokal bis zu 10 Zentimeter Neuschnee in 6 Stunden nicht ausgeschlossen, die genaue Entwicklung ist jedoch noch unsicher. Im Südwesten und äußersten Süden geht der Niederschlag in Regen über oder lässt nach. Dabei kann es örtlich zu Glatteis durch gefrierenden Regen kommen. In tiefen Lagen des Westens und Südwestens bleibt es frostfrei. Sonst tritt verbreitet leichter Frost auf, im Norden und Osten auch mäßiger Frost. Im äußersten Norden und Nordosten sind Tiefstwerte bis -12 Grad möglich. Der Wind nimmt etwas zu. Im Bergland treten Böen um 55 km/h auf, in exponierten Lagen Sturmböen zwischen 65 und 75 km/h aus Ost bis Südost. Auch an der niedersächsischen Nordseeküste und auf Helgoland frischt der Ostwind mit steifen bis stürmischen Böen auf.

Am Donnerstag fällt zunächst vor allem in einem Streifen vom Niederrhein über Hessen bis zur Oberpfalz noch Schnee, der spätestens ab Mittag nachlässt. Dabei kommen nochmals 1 bis 5 Zentimeter zusammen, in Staulagen bis 10 Zentimeter. Ab dem Nachmittag setzt im Süden, insbesondere in Bayern (außer Oberfranken) sowie teilweise im östlichen Baden-Württemberg, erneut Schneefall ein, der sich bis weit in die Nacht zum Freitag fortsetzt. Bis Freitagfrüh fallen 1 bis 10 Zentimeter Neuschnee, südlich der Donau gebietsweise über 10 Zentimeter. Im höheren Alpenvorland sind teils um 20 Zentimeter möglich, im Allgäu in Staulagen bis zu 40 Zentimeter. Im Norden und Nordosten herrscht gebietsweise leichter Dauerfrost.

Der Winter bringt in Deutschland aktuell neben Schnee auch vereiste Autoscheiben mit sich. Wer auf der Suche ist nach einem Hausmittel, welches dabei rasche Abhilfe schafft, findet hier alle Informationen dazu in einem weiteren Artikel.

Karte: Schnee und gefrierender Regen in Deutschland

Die Karte stellt die Wettervorhersage auf Grundlage des europäischen Wettermodells ECMWF dar. Zur Nutzung der Karte zoomen Sie zunächst auf Ihren Standort. Anschließend können Sie die Animation über das „Play“-Symbol unten links starten. Die Legende unterhalb der Karte informiert darüber, welche Art von Niederschlag zu welchem Zeitpunkt in Ihrer Region zu erwarten ist. Zusätzliche Wetterinformationen, insbesondere zur erwarteten Neuschneemenge, können oben rechts eingeblendet werden.