Bei dem Wettkampf sind am Sonntag so viele Teilnehmer wie nie auf die Strecke gegangen – denen das Wetter voll in die Karten spielte.

Der Sika-Triathlon ist bereits in vollem Gange. Es herrscht ein reges Treiben auf dem Sportplatz hinter der Sporthalle Ost in Kornwestheim: Schwimmerinnen und Schwimmer sprinten in tropfenden Anzügen aus dem Alfred-Kercher-Bad, zwängen sich hastig in ihre Schuhe und schnappen sich ihre bereitstehenden Fahrräder. Zwischendrin schieben währenddessen andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Räder schon zurück, werfen die Helme in Kisten und starten schnellstmöglich auf die Laufstrecke. Es ist der große Wechselplatz des Volkstriathlons und damit der Schauplatz, an dem eine einzigartige Mischung aus Anspannung und Begeisterung geboten wird.

 

Der Sika-Triathlon hat am Sonntag erneut bewiesen, warum er zu den sportlichen Höhepunkten der Stadt zählt. Die Traditionsveranstaltung erlebte ihre 32. Auflage – und schrieb gleich Geschichte: 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen an den Start, so viele wie nie zuvor. Damit war auf und neben der Strecke Hochbetrieb angesagt. Über 160 Helferinnen und Helfer der Skizunft Kornwestheim sorgten dafür, dass das große Sportfest reibungslos über die Bühne ging. „Wir wollen und können uns immer noch verbessern“, sagte Rainer Würtele vom Organisationsteam der Skizunft, der an der Wechselzone auch als Sprecher im Einsatz war. Jedes Jahr feile die gesamte Mannschaft um Organisator Julian Diehl an kleinen Details – etwas, das bei den Athletinnen und Athleten gut ankommt.

Besucher feuern die Schwimmer im Alfred-Kercher-Bad an. Foto: Andreas Essig
Auf Tuchfühlung zum Rathaus sind die Sieger geehrt worden. Foto: Andreas Essig

Dementsprechend war die Stimmung unter den Sportlerinnen und Sportlern ausgelassen. Für Jürgen Sauer war es bereits die dritte Teilnahme. Dieses Mal startete er in einer Staffel. „Es ist genial, wenn man mal ohne Rücksicht auf Verluste richtig reinhämmern kann“, schwärmte er nach seiner Rückkehr von der Radstrecke noch leicht erschöpft. Eine Premiere hingegen gab es für Kadir Koyutürk, Leiter der Stabsstelle Soziales und Teilhabe bei der Stadt Kornwestheim. „Ich bin echt gespannt, wie das wird“, gestand der 44-Jährige vor seinem Schwimmstart sichtlich aufgeregt.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Frank Klug aus Holzgerlingen sein Rennen bereits hinter sich: 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen. „Super – das ist eine schöne Strecke und total familiär hier“, war der Familienvater voll des Lobes und kündigte an, sicher nicht zum letzten Mal am Start gewesen zu sein.

Dass die Veranstaltung ein voller Erfolg wurde, lag nicht zuletzt auch am Wetter: Nach hochsommerlichen 30 Grad und praller Sonne am Samstag herrschten am Sonntag angenehme 20 Grad bei durchweg bedecktem Himmel – das spielte der Skizunft Kornwestheim und den Aktiven in die Karten.

Dieser Radfahrer drückt aufs Tempo. Foto: Andreas Essig
Bloß keine Zeit verlieren: ein Athlet nimmt in hohem Tempo eine Kurve. Foto: Andreas Essig

Sportlich setzte sich bei den Frauen am Ende Lavinia Burkhardt (Post-SV Tübingen) in 1:08:26 Stunden vor Julia Förtsch durch. Bei den Männern gewann Christian Burkhardt vom VfL Herrenberg in 0:59:54 Stunden. In der Jugend gewann Anna-Lena Gühring bei den 16- bis 17-Jährigen und Maximilian Knitsch vom SV Ludwigsburg bei den Jungs. Bei den Älteren, den 18- bis 19-Jährigen, siegten Laura Gottschlich und Niklas Baumann.

Organisatoren sind zufrieden

Am Ende waren sich alle einig: Der Sika-Triathlon 2025 der Skizunft Kornwestheim war wieder ein voller Erfolg. „Ich denke, wir können zufrieden sein“, resümierte auch Rainer Würtele.

Gemeinsam mit Hauptorganisator Julian Diehl und dem gesamten Team blickt er bereits mit Vorfreude voraus – auf den 33. Kornwestheimer Sika-Triathlon.