WhatsApp-Betrug Polizei warnt vor „Code“-Nachricht

Um sich vor Betrug zu schützen, empfiehlt die Polizei, die Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Foto: dpa/Yui Mok
Um sich vor Betrug zu schützen, empfiehlt die Polizei, die Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Foto: dpa/Yui Mok

Die Polizei warnt derzeit vor WhatsApp-Nachrichten, die einen zum Weiterleiten eines sechsstelligen Codes auffordern. Oft sind es keine Unbekannten, die diese Nachrichten verschicken.

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Stuttgart - Es klingt harmlos: Ein Freund oder eine Freundin schickt anscheinend versehentlich einen sechsstelligen Code per SMS und fordert den Empfänger auf, die Zahlenkombination über Whatsapp an ihn oder sie weiterzuleiten. Doch dahinter steckt eine Betrugsmasche, wie das Landeskriminalamt Niedersachsen mitteilt.

Denn leitet der Empfänger den Code über Whatsapp an die Person weiter, verliert er vorerst seinen Account. Bei der Zahlenkombination handelt es sich nämlich um den Sicherheitscode für den eigenen WhatsApp-Account. Der macht es den Betrügern möglich, auf das WhatsApp-Konto zuzugreifen.

Täter versuchen, andere Konten zu überlisten

Die Täter können die alten WhatsApp-Chats nicht lesen, da diese verschlüsselt sind. Wie die Polizei berichtet, versuchen die Kriminellen oft, weitere WhatsApp-Konten zu überlisten und versenden Spam und Schadsoftwaren an die Kontakte. Doch so harmlos bleibt es oft nicht: Von Erpressung, Betrug bis zu Teilnahme an WhatsApp-Gruppen mit illegalen Inhalten, zum Beispiel Kinderpornografie, spricht die Polizei.

Was soll ich also tun, wenn ich auf den Betrug hereingefallen bin?

Hier gilt die Devise: So schnell handeln wie möglich! Ist man dem Betrug auf die Schliche gekommen, können Betroffene versuchen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Diese findet man in den Einstellungen unter Account und Verifizierung in zwei Schritten: Hier muss der Betroffene zunächst eine selbstgewählte sechsstellige PIN vergeben. Diese Zahlenkombination sollte auf keinen Fall identisch zu dem Code in der Betrüger-SMS sein und darf unter keinen Umständen an jemanden weitergegeben werden. Im Anschluss kann man noch eine E-Mail für alle Fälle hinterlegen.

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Die Polizei rät, bei ungewöhnlichen WhatsApp-Nachrichten Vorsicht walten zu lassen. Im Zweifel sollte man beim Absender der Nachricht telefonisch oder über einen anderen Nachrichtendienst nachfragen. Daneben sei es sinnvoll, die Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten.

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