Widerstand 15 Standorte im Kreis Göppingen

Von Klaus Nonnenmacher 

Schwerpunkt

Der Kreis Göppingen spielt beim Ausbau der Windkraftnutzung in der Region Stuttgart eine wichtige Rolle. Zwar liegen nur 15 der insgesamt 44 noch verbliebenen Vorranggebiete, die die Regionalversammlung an diesem Mittwoch beschließen könnte, im Stauferkreis, allerdings mit einem Flächenanteil von insgesamt 53 Prozent, rund 1300 Hektar. Ob die vor 14 Tagen im Ausschuss für gut befundenen Vorschläge wirklich abgesegnet werden, ist indes wieder offen. Es gibt bereits Änderungsanträge aus mehreren Fraktionen des Regionalparlaments.

Kahlschlag

In den ersten Plänen der Region ist noch von mehr als 90 Standorten mit Platz für rund 500 Windräder die Rede gewesen. Im Kreis Göppingen waren fast 30 Gebiete im Rennen. Doch dann machten Bundeswehr, Flugsicherheit und Wetteramt ihre Ansprüche geltend. Weshalb einige Alternativen Flugkorridoren, dem Wetterradar oder Versorgungsleitungen zum Opfer fielen. Zuletzt verhinderten der Natur- und Artenschutz vier der für Windkraftnutzung vorgesehenen Gebiete im Kreis Göppingen, im Voralbgebiet und bei Deggingen. Andere Ausschlusskriterien sind die Abstandsregelungen zur Wohnbebauung. Geplant waren übrigens ganz zu Beginn der Windkraftausbauüberlegungen auch noch Anlagen im Schurwald am Kaisersträßle, bei Börtlingen sowie bei Wäschenbeuren.

Baubeginn

Selbst dort, wo bereits geplant wird, fallen allerdings immer noch Windkraftstandorte weg. So wird bei Lauterstein zwar bereits der erste Windpark gebaut, doch von ursprünglich bis zu 26 geplanten Windkraftanlagen sollen nun aus artenschutzrechtlichen Gründen und aus Rücksicht auf die benachbarten Flugplätze nur noch deren 16 realisiert werden. Damit entsteht im Wald bei Lauterstein dennoch der größte Windpark im ganzen Ländle. Teilweise sollen die Anlagen schon im kommenden Jahr ans Netz gehen.

Standorte

Windkraftvorranggebiete will die Region im Kreis Göppingen vor allem am Albtrauf ausweisen. Bei Stötten oder Aufhausen stehen bereits Windräder und sollen Zuwachs bekommen. Unter anderem sind bei Hohenstadt und vor allem im Bereich von Nordalb, Tegelberg, Kuchberg und Hungerberg neue Gebiete ausgewiesen. Hinzu kommen noch zwei Standorte im Schurwald bei Adelberg.