Wie geht es weiter in der katholischen Kirche? Jung, kritisch, feministisch – und katholisch

Die Frauen von Maria 2.0 bekunden ihren Unmut an den Kirchenportalen mit  sieben Thesen (oben). Der Protest ist vielfältig. Er führt   Frauen vom Land (links unten aus Aalen) mit   jungen Theologiestudentinnen (rechts unten) zusammen. Foto: Lichtgut/J. Rettig, privat (2)
Die Frauen von Maria 2.0 bekunden ihren Unmut an den Kirchenportalen mit sieben Thesen (oben). Der Protest ist vielfältig. Er führt Frauen vom Land (links unten aus Aalen) mit jungen Theologiestudentinnen (rechts unten) zusammen. Foto: Lichtgut/J. Rettig, privat (2)

Die verhaltene Aufklärungsbereitschaft der katholischen Kirche lässt den Protest der Kirchenbasis lauter werden – digital und durch Aktionen vor Ort. Noch sehen viele darin die Alternative zum Austritt. Doch wie lange noch?

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Hilke Lorenz (ilo)
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Aalen - Luzia Gutknecht kommt aus dem Garten. „Bei dem Wetter geht es einem doch einfach gut“, sagt sie und setzt sich zum Telefonieren in die Sonne. Nicht unterkriegen lassen und weitermachen, das ist das Motto der Aalenerin. Ein Satz, den sich viele Frauen und auch Männer in der katholischen Kirche gerade immer wieder sagen müssen. Denn gut ist nicht die passende Bezeichnung, die Gutknecht für den aktuellen Zustand ihrer Kirche wählen würde. Sie hält treu an der Mitgliedschaft in der katholischen Kirche fest – obwohl alles so ist, wie es ist, und weil sie nicht aufgeben will. Aber sie merkt auch, wie immer mehr junge aufgeschlossene Frauen der Kirche den Rücken kehren. Die pensionierte Religionslehrerin vertritt die Aalener Initiative Maria 2.0. Sie setzt sich bundesweit für eine Neuausrichtung ihrer Kirche ein. Dazu gehört auch die Priesterweihe von Frauen. Aber eben nicht nur.

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