Lesen Sie hier, wie lange Allwetterreifen im Schnitt halten und wann ein neuer Satz fällig ist.

Digital Desk: Lukas Böhl (lbö)

Die Haltbarkeit von Allwetterreifen unterscheidet sich deutlich. Das zeigen die regelmäßigen Reifentests des ADAC. Laut ADAC liegen zwischen einzelnen Ganzjahresreifen bei der Laufleistung teils mehrere zehntausend Kilometer.

 

Wie misst der ADAC die Laufleistung?

Laut ADAC handelt es sich bei der Laufleistung um eine Prognose, wie viele Kilometer ein Reifen voraussichtlich fährt, bis er abgefahren ist. Grundlage sind standardisierte Messungen zum Verschleiß und Reifenabrieb unter vergleichbaren Bedingungen. Die Laufleistung fließt mit hohem Gewicht in die Umweltbilanz des ADAC-Reifentests ein.

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Große Unterschiede bei der Haltbarkeit

In den ADAC-Tests zu Ganzjahresreifen zeigen sich erhebliche Unterschiede. Im Testfeld der Dimension 225/45 R17 (2025) reicht die prognostizierte Laufleistung laut ADAC von rund 34.700 Kilometern bis knapp 68.000 Kilometern. Der langlebigste Reifen hält damit in diesem Testfeld etwa doppelt so lange wie der kurzlebigste. Auch in anderen Dimensionen, etwa 205/55 R16, weist der ADAC auf vergleichbare Spannweiten hin. Die Haltbarkeit hängt somit stark vom jeweiligen Modell ab.

Wie lange halten Allwetterreifen im Schnitt?

Einen einheitlichen Durchschnittswert für alle Ganzjahresreifen gibt es laut ADAC nicht, da Laufleistung, Dimension und Testfeld variieren. Innerhalb einzelner Tests lassen sich jedoch Orientierungswerte ableiten. Im ADAC-Test 225/45 R17 (2025) ergibt sich aus den veröffentlichten Laufleistungswerten ein Durchschnitt von rund 48.000 Kilometern. Als grobe Einordnung lässt sich daraus ableiten, dass viele Allwetterreifen laut ADAC im Bereich von etwa 45.000 bis 50.000 Kilometern liegen, einzelne Modelle deutlich darüber oder darunter.

Wann gilt ein Allwetterreifen als abgefahren?

Rechtlich gilt ein Reifen in Deutschland laut Straßenverkehrsordnung als abgefahren, wenn die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern erreicht ist. Dann muss der Reifen ersetzt werden.

Der ADAC weist jedoch darauf hin, dass diese Grenze nur das absolute Minimum darstellt. Für Ganzjahres- und Winterreifen empfiehlt der ADAC, den Reifen bereits bei weniger als 4 Millimetern Profiltiefe zu ersetzen. Grund: Mit abnehmender Profiltiefe verschlechtern sich vor allem die Haftung auf nasser Fahrbahn und die Sicherheitsreserven bei Aquaplaning sowie im Winterbetrieb deutlich.