Für viele Menschen gehören gekochte Eier, Spiegeleier und Omeletts zum Frühstück dazu. Aber sind zu viele Eier ungesund?

Digital Desk: Lukas Böhl (lbö)

Eier sind laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine gute Quelle für Proteine, Vitamine und Mineralstoffe. Besonders in den letzten Jahren wurde der Eierkonsum aufgrund der darin enthalten gesättigten Fettsäuren und des Cholesterins eher kritisch betrachtet. Kann man daher sagen, dass es ungesund ist, zu viele Eier zu essen? Wir haben die Aussagen verschiedener Gesundheitsinstitutionen zu diesem Thema zusammengefasst, sodass Sie sich Ihr eigenes Bild machen können.

Wie viele Eier sind zu viel?

Laut den Experten der Harvard Medical School sind die Studienergebnisse zum Zusammenhang von Eiern und einem erhöhten Cholesterinspiegel zu widersprüchlich, um daraus allgemeingültige Verzehrempfehlungen abzuleiten. Die Cholesterinaufnahme hänge laut der Deutschen Herzstiftung zudem von verschiedenen Faktoren wie der Qualität der Gesamternährung, der individuellen Absorptionsrate im Körper und dem Alter sowie dem Geschlecht ab. Die Auswirkung von Eiern auf den Cholesterinspiegel isoliert zu betrachten, um daraus gewisse Konsumempfehlungen herzuleiten, sei daher schwierig.

Verschiedene Institutionen wie die American Heart Association, die Mayo Clinic oder die National Heart Foundation of Australia aber empfehlen, pro Tag nicht mehr als 1 bis 2 Eier zu essen. Diese Menge habe bei gesunden Menschen keine Auswirkung auf die Herzgesundheit, so der aktuelle wissenschaftliche Konsens. Menschen mit hohem Cholesterinspiegel, insbesondere Typ-2-Diabetiker oder Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten haben, sollten womöglich weniger Eier verzehren. Hier kann ein Gespräch mit einem Arzt oder Ernährungsberater sinnvoll sein, um eine individuelle Verzehrempfehlung zu erhalten.

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Merke: Laut Gesundheitsexperten können gesunde Menschen 1 bis 2 Eier pro Tag verzehren. Dies entspricht 7 bis 14 Eiern pro Woche. Bei hohen Cholesterinwerten oder einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten sollte der Konsum jedoch weiter eingeschränkt werden.