München - Es wurde schon länger darüber spekuliert, jetzt ist es offiziell: das Coronavirus hat dem Oktoberfest 2020 den Garaus gemacht. Die Absage hat schon einen Namen im Netz bekommen: „Noktoberfest“. Die meisten Menschen reagieren erleichtert und halten es für die einzig richtige Entscheidung. In Corona-Zeiten wäre die Ansteckungsgefahr auf dem Volksfest mit bis zu sechs Millionen Besuchern aus aller Welt, die dicht gedrängt in vollen Bierzelten und überfüllten Gassen aufeinandertreffen, einfach zu groß. Viele nehmen die Absage mit Humor wie diese Twitter-Nutzerin:
Mit Ironie reagiert das bayerische TV-Satire-Magazin „BR quer“ auf Twitter:
Sehr überzeichnet und drastisch sieht es dieser Twitter-Nutzer:
Ein paar handfeste Tipps für die Wiesn im „Dahoam-Offiss“ hat dieser Nutzer:
Auch die meisten prominenten Wiesn-Stammgäste reagieren mit Verständnis auf die Absage. Tennislegende Boris Becker postete ein Video auf Twitter: „Schade, schade, schade – kein Oktoberfest dieses Jahr. Da bleiben die Lederhosen eben im Schrank. Unter der momentanen Situation kann man diese Entscheidung natürlich verstehen.” Becker gibt die Hoffnung auf ein Oktoberfest trotz der klaren Ansage von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aber noch nicht ganz auf: „Vielleicht ändert sich ja etwas in den nächsten Wochen und Monaten.” Das kann man sich momentan allerdings nicht so recht vorstellen.
Das Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ hat Münchner Prominente gefragt, wie sie die Abfrage empfinden. „Schad is, dass wahr is“, sagte dazu beispielsweise Helmut Huber, der „Anzapf-Trainer“ der den Oberbürgermeistern jedes Jahr beim Anzapfen hilft. „Den Augenblick in der Anzapf-Box, das ‚O’zapft is!’, den werde ich vermissen. Aber: Nächstes Jahr werde ich 80. Wenn die Wiesn dann stattfindet, und wenn der Herrgott will – ich stehe bereit!“, sagte Huber gegenüber dem „Süddeutschen Magazin“. Weitere Reaktionen von Prominenten sehen Sie in unserer Bildergalerie.