Wildtiere im Garten Waschbären kommen über die Katzenklappe

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 "Waschbären in Wohngebieten sind mittlerweile ein echtes Problem", gibt Nabu-Artenschutzreferent Martin Klatt zu. Der aus Nordamerika eingewanderte Kleinbär fühlt sich in Deutschland pudelwohl und wird in vielen Regionen zur regelrechten Plage.

Der Allesfresser schmeißt Mülltonnen um und schreckt auch vor "Einbrüchen" nicht zurück. Über Katzenklappen oder gekippte Fenster kommen die possierlichen Kerlchen mit der dunklen Maske ins Haus, in Göppingen verwüsteten sie kürzlich ein ganzes Badezimmer. Auch Mikrochip-gesteuerte Katzenklappen bieten offenbar keinen hundertprozentigen Schutz.

Auch in Stuttgart tauchen die Kleinbären in der vergangenen Zeit ab und zu auf, weiß Hans-Jörg Longin, Sachgebietsleiter des städtischen Vollzugsdienstes, zu berichten. Mitarbeiter der Unteren Jagdbehörde mussten beispielsweise in Degerloch tätig werden, weil ein Waschbär sein Nest in einem Kamin gebaut hatte.

Wer in Gegenden lebt, in denen Waschbären ihr Unwesen treiben, der sollte seinen Müll in verschließbaren Behältern aufbewahren, gelbe Säcke erst kurz vor der Abholung vor die Tür stellen und nur Grünabfälle auf den Kompost werfen. Außerdem sollte man Haus und Garten so sichern, dass sich Waschbären nicht auf Dachböden oder in Gartenhütten Unterschlupf suchen können.

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