Wildtiere im Garten Siebenschläfer sorgen für unruhige Nächte

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Rasen sie über den Dachboden, bleibt der Schlaf garantiert nicht ungestört: Siebenschläfer machen jede Menge Krach. Sind sie einmal eingezogen, bekommt man die unter Naturschutz stehenden Tiere kaum wieder los, weiß Nabu-Artenschutzreferent Klatt: "Siebenschläfer sind sehr standorttreu." Während sie im Winter in Baum- oder Erdhöhlen ihren Winterschlaf halten, zieht es die kleinen Kobolde im Sommer auf Dachböden oder in Wandverschalungen.

Durch ihr lautes Poltern bleiben die Siebenschläfer nicht unbemerkt. Vergraulen kann man die Tiere durch laute Musik oder penetrante Gerüche wie Räucherstäbchen oder Weihrauch. Auch Hundehaare sollen helfen. Nicht jeder Siebenschläfer lässt sich davon jedoch beeindrucken.

Wenn die Tiere im Herbst ausgezogen sind, sollte man sein Haus "Siebenschläfer-dicht" machen und alle Eingänge verschließen. "Davor muss man aber unbedingt sicher gehen, dass sich wirklich keine Siebenschläfer mehr auf dem Dachboden aufhalten - vor allem keine Jungtiere. Wenn die Eltern nämlich nicht zu ihrem Nachwuchs können, müssen die Kleinen jämmerlich verenden."

Keinesfalls sollte man die possierlichen Tiere füttern - "sonst werden Sie die nie wieder los." Sinnvoller ist, am äußersten Ende des Gartens einen alten Baum oder Nistkästen zu Siebenschläfer-Quartieren umzufunktionieren. Je mehr natürliche Rückzugsorte ein Siebenschläfer hat, desto weniger ist er versucht, auf dem Dachboden einzuziehen.

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