Wilhelma in Stuttgart Sechs Küken halten den Flamingo-Kindergarten auf Trab

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Der Flamingo-Kindergarten in der Stuttgarter Wilhelma wächst. Sechs Küken tummeln sich im Zoologisch-Botanischen Garten. Die Eltern erkennen ihre Kinder nicht an ihrem Aussehen, sondern an der Stimme.

Ihren eigenen Nachwuchs erkennen die Eltern an der Stimme des Kükens. Foto: Wilhelma Stuttgart 4 Bilder
Ihren eigenen Nachwuchs erkennen die Eltern an der Stimme des Kükens. Foto: Wilhelma Stuttgart

Stuttgart - Flauschiger Nachwuchs in der Stuttgarter Wilhelma: Sechs Flamingo-Küken sind in den vergangenen Wochen geschlüpft. Und in nächster Zeit ist noch mehr Nachwuchs bei der 50-köpfigen Vogelkolonie zu erwarten, teilt die Wilhelma mit. Weitere Bruthügel sind besetzt, damit wächst im Zoologisch-Botanischen Garten der Kindergarten der Flamingos weiter an.

Die Betreuung nach der Geburt ähnelt tatsächlich einem Kindergarten. Bei den Flamingos betreuen alle Vogelpaare, die gleichzeitig Eltern geworden sind, ihren Küken in einer Gruppe. Das bietet ihnen einen besseren Schutz vor Beutegreifern, erklärt die Wilhelma.

Jungvögel werden an der Stimme erkannt

Was an den Küken auffällt, ist die untypische Färbung des Gefieders. In den ersten Wochen ist das flauschiges Dunenkleid weißlich-grau. Erst durch die Nahrung würden die Vögel ihre typische Rosa-Pastelltönung erhalten, so die Erklärung. Selbst für das geschulte Auge sind die Jungvögel anfangs kaum zu unterscheiden. Wie machen das die Eltern? Sie hören zu. Die Wilhelma erklärt, dass die Flamingos ihren Nachwuchs an der Stimme erkennen.

Sowohl die Mutter als auch der Vater würden sich gleichberechtigt um das Neugeborene kümmern. Sie füttern es mit einer Art „Kropfmilch“, dazu würgen Mutter wie Vater ein Sekret aus Vormagen und Speiseröhre hoch und träufeln es ihrem Küken in den Schnabel.

Die Rosaflamingos sind in Südeuropa, Asien und Afrika weit verbreitet. Sie leben dort in großen Kolonien an relativ wenigen – nämlich nur grob – 30 Standorten, erklärt die Wilhelma. Ihr Vorkommen gilt nicht als bedroht, doch der Verlust eines Standorts würde die Population sofort erheblich schmälern.




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