Wilhelma in Stuttgart "Sturzgeburt" eines Giraffenbabys

Schon ganz neugierig und aufgeweckt schaut das Giraffenkind aus der Stuttgarter Wilhelma in die Kamera. Foto: Wilhelma 4 Bilder
Schon ganz neugierig und aufgeweckt schaut das Giraffenkind aus der Stuttgarter Wilhelma in die Kamera. Foto: Wilhelma

Noch etwas x-beinig stakst der kleine Giraffenjunge, der am Samstag regelrecht auf die Welt stürzte, durch sein Gehege in der Stuttgarter Wilhelma. Jetzt dürfen ihn auch Wilhelma-Besucher sehen.

Digital Unit : Theresa Schäfer (the)
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Stuttgart - Die Giraffen der Stuttgarter Wilhelma haben Zuwachs bekommen: Am Samstag kam im zoologisch-botanischen Garten ein kleiner Giraffenbulle zur Welt. Besser gesagt fiel, denn der Kleine glitt bei der bei Giraffen üblichen Stehendgeburt aus rund zwei Metern Höhe zu Boden.

Tierpflegerin Elena Kemmler, die die Geburt miterlebt hat, sah, wie sich das Giraffenbaby danach aufrappelte und sich am Bauch seiner Mutter Kiburi auf die Suche nach Milch machte. „Giraffenkinder müssen schnell startklar sein, um weglaufen zu können.“ Schließlich haben sie in ihrer Heimat, der Savanne, Löwen oder Leoparden als natürliche Feinde.

Knochen noch ganz weich

Dass sich die Giraffenbabys beim Sturz aus luftiger Höhe nichts tun, liegt daran, dass die Knochen der Kleinen noch ganz weich sind. Obwohl erst wenige Tage alt, wiegt der Bulle schon zwischen 50 und 60 Kilo und ist rund 1,65 Meter groß.

Zunächst hatte der zoologisch-botanische Garten das Giraffenhaus geschlossen, um Mutter und Sohn Ruhe zu gönnen, doch ab jetzt können Wilhelma-Besucher dem Kleinen auch einen Besuch abstatten. „Das Jungtier ist ungewöhnlich aktiv. Es ist selten, eine Giraffe schon in den ersten Tagen so umherlaufen zu sehen“, berichtet Revierleiter Daniel Wenning.

Bei der aktuellen Witterung düfen die Giraffen nicht ins Außengehege. Bei Schnee und Eis ist die Gefahr zu groß, dass die Tiere ausrutschten und sich sogar etwas brechen könnten. Da ist es im Giraffenhaus ja auch viel gemütlicher.

Wie der Kleine heißen wird, ist noch unklar. Den Namen suchen die Tierpfleger aus. Dabei orientieren sie sich laut Wilhelma-Sprecher Harald Knitter immer an der Herkuftsregion der Tiere: "In diesem Fall wird der Name also afrikanisch klingen."




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