Wilhelmspalais in Stuttgart König Wilhelms Residenz komplett hohl

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Es ist ein Anblick, den man nicht alle Tage sieht: Das Wilhelmspalais ist innen komplett hohl, nur die Außenmauern stehen noch. Das künftige Stadtmuseum wirkt wie eine Kulisse.

Wo früher Bücherregale standen, parkt jetzt ein Bagger: Das Wilhelmspalais in Stuttgart ist komplett ausgebeint. Foto: www.7aktuell.de | Florian Gerlach 14 Bilder
Wo früher Bücherregale standen, parkt jetzt ein Bagger: Das Wilhelmspalais in Stuttgart ist komplett ausgebeint. Foto: www.7aktuell.de | Florian Gerlach

Es ist ein Anblick, den man nicht alle Tage sieht: Das Wilhelmspalais ist innen komplett hohl, nur die Außenmauern stehen noch. Das künftige Stadtmuseum wirkt wie eine Kulisse.

Stuttgart - Dass vom Wilhelmspalais am Stuttgarter Charlottenplatz praktisch nur die Außenmauern stehen bleiben, war bekannt. Es tatsächlich zu sehen, ist aber etwas ganz anderes.

Innen komplett hohl und ohne Dach präsentiert sich das Stadtpalais des letzten württembergischen Königs Wilhelm II. dieser Tage - unwirklich wie die Kulisse in einem Filmstudio. Wo bis vor kurzem Bücherregale standen, parkt jetzt ein Bagger.

In der ehemaligen Stadtbücherei findet das neue Stadtmuseum Platz, das 2017 seine Pforten öffnen soll. Der Umbau wird rund 38 Millionen Euro kosten.

"Riesige Stahlträger und Holzbalken stützen die Fassade momentan wie ein Korsett", erklärt Baureferent Markus Speidel. Nachdem das Palais jetzt komplett entbeint ist, wird als nächstes ein Untergeschoss eingefügt, das es bisher gar nicht gab. Dann wird praktisch ein Haus im Haus gebaut. "Das Dach wird nachher so aussehen wie vorher." Es war schon vorher kein Original, sondern stammte aus den 1960er Jahren.

Das Wilhelmspalais wurde 1841 erbaut - für Marie und Sophie, die Töchter von König Wilhelm I. Ursprünglich, sagt Speidel, habe es deshalb Prinzessinnenpalais geheißen. Doch die Prinzessinnen setzen kaum einen Fuß in ihr Palais, "sie waren beide weit weg verheiratet." Das Palais war komplett symmetrisch aufgebaut, damit sich keine der Schwestern benachteiligt fühlen sollte. "Diese Aufteilung werden wir im neuen Stadtmuseum sichtbar machen."

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