Wilhelmsplatz in Stuttgart Il Pomodoro hat neue Betreiber

Sie führen nun die Geschäfte im Restaurant Il Pomodoro am Wilhelmsplatz: Die Chefs der Fou Fou Bar mit Köchen und dem Betriebsleiter. Foto: Andreas Engelhard

Das Il Pomodoro am Wilhelmsplatz ist inzwischen eine Traditionsadresse. Nun hat der beliebte Italiener neue Betreiber. Die bisherigen sind an den Bodensee gezogen.

Stadtleben/Stadtkultur: Uwe Bogen (ubo)

Rein äußerlich hat sich nicht viel geändert. Mit viel Holz wirkt das 1997 eröffnete Ristorante Il Pomodoro am Wilhelmsplatz im Inneren gewohnt rustikal, aber auch gemütlich. Das Ambiente ist geblieben, ebenso die Brigade der italienischen Köche, die hier schon seit Langem den Holzofen bedient. Nun aber haben sie neue Chefs bekommen. Die zwei jungen Wirte der Fou Fou Bar, die sich ganz in der Nähe im Leonhardsviertel befindet und die erst kürzlich von „Zeit Online“ als eine der besten Cocktail- und Champagnerbars von Stuttgart hervorgehoben wurde, haben den Italiener in sich entdeckt.

 

Patrick Witz und Andreas Schuster, bisher Meister im Mixen von Drinks, haben das Il Pomodoro übernommen, worüber sie sich sichtlich freuen. Immer wieder haben sie hier gegessen, saßen mit dem bisherigen Betreiberpaar zusammen, das von seinen Plänen berichtet hat, nach Konstanz am Bodensee zu ziehen, um dort noch mal gastronomisch neu zu starten. So entstand die Idee, dass sich die Nachbarn von der Fou Fou Bar, die sich im Il Pomodoro so wohl fühlen, als Wirte an einem lieb gewonnen Ort weiterentwickeln könnten.

Die neuen Chefs wollen auch etwas verändern

Die Neuen wollen nach und nach etwas verändern im „Pomi“, aber am Konzept festhalten. „Wir haben die Preise nur ganz leicht erhöht“, sagt Caj Rosenau, mit den beiden Fou-Fou-Chefs der dritte Geschäftsführer am Wilhelmsplatz. Angesichts der steigenden Kosten lasse sich dies nicht verhindern. Das Restaurant soll weiterhin für Qualität zum günstigen Preis stehen. „Die Pizza im Il Pomodoro ist vor allem deshalb so gut“, erklärt Patrick Witz, „weil wir besseren Käse verwenden, als dies bei vielen Pizzerien üblich ist.“

Neu im Portfolio der Tomate ist das italienische Frühstück respektive der italienische Brunch samstags und sonntags von 10 bis 14 Uhr. Wie Tapas kann man sich Köstlichkeiten in kleinen Mengen bestellen und diese am Tisch mit seinen Freunden oder mit seiner Familie teilen. Dazu gibt es ein sehr gutes italienisches Brot. Nicht wenige, die bis spät in der Nacht in der Fou Fou Bar feiern, kommen zur Mittagszeit zum Frühstücken ins Il Pomodoro. Schon am ersten Wochenende ist dieses neue Angebot sehr gut angenommen worden. Ein DJ legt dazu auf.

Patrick Witz steht am Vormittag selbst in der Küche, räuchert etwa Mozzarella und setzt italienische Rezepte um. „Bei den Cocktails haben wir viel ausprobiert“, sagt er, „und das tun wir jetzt auch beim Essen.“ Auf der Homepage der Fou Fou erklären die Wirte ihre gastronomische Philosophie so: „Eine Bar ist ein Ort, der die Gemütlichkeit eines Zuhauses ausstrahlt und die Leichtigkeit eines guten Freundes verbreitet.“ Genau dieses Prinzip soll aufs Il Pomodoro übertragen werden, das mal eine kleine Franchise-Kette war. Inzwischen sind die Restaurants mit diesem Namen in Stuttgart unabhängig voneinander.

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