Wimbledon Petkovic und Lisicki ziehen in zweite Runde ein

Von SIR/dpa 

Der deutsche Tennisstar Andrea Petkovic hat ihr erstes Match in Wimbledon souverän mit 6:1 und 6:4 gewonnen. Auch die letztjährige Finalistin Sabine Lisicki kam mit einem 6:2, 6:1-Erfolg gegen die Außenseiterin Julia Glushko ohne Probleme in die zweite Runde.

Andrea Petkovic hat ihr erstes Match beim Tennisturnier in Wimbeldon gewonnen. Foto: dpa
Andrea Petkovic hat ihr erstes Match beim Tennisturnier in Wimbeldon gewonnen. Foto: dpa

Der deutsche Tennisstar Andrea Petkovic hat ihr erstes Match in Wimbledon souverän mit 6:1 und 6:4 gewonnen. Auch die letztjährige Finalistin Sabine Lisicki kam mit einem 6:2, 6:1-Erfolg gegen die Außenseiterin Julia Glushko ohne Probleme in die zweite Runde.

London - Entschuldigend hob die lächelnde Sabine Lisicki die Hände - mit einem Netzroller beschloss die 24-jährige Tennisspielerin ihre emotionale Rückkehr auf den Centre Court von Wimbledon.

Ein 6:2, 6:1-Erfolg gegen die klare Außenseiterin Julia Glushko brachte die letztjährige Finalistin bei ihrer Rückkehr auf die Church Road in die zweite Runde. Nach nur 57 Minuten war ihr erster Auftritt 2014 im Südwesten Londons beendet. "Unglaublich", sagte Lisicki direkt im Anschluss. "Ich war ziemlich nervös, als ich rausging. Aber das Publikum hat mir geholfen. Der Platz gibt mir Selbstvertrauen."

Zuvor hatte schon Andrea Petkovic den Einzug in die zweite Runde perfekt gemacht. Mit einem souveränen 6:1, 6:4 gegen Katarzyna Piter sammelte sie auf dem von ihr eher wenig gemochten Rasen Zuversicht für die kommenden Aufgaben beim dritten Grand-Slam-Turnier der Saison. Ihre kommende Gegnerin ist die Rumänin Irina-Camelia Begu, Lisicki spielt gegen die Tschechin Karolina Pliskova. Der Warsteiner Jan-Lennard Struff schied dagegen nach einem 6:7 (6:8), 4:6, 4:6 gegen den letztjährigen Viertelfinalisten Lukasz Kubot aus Polen aus.

Lisicki steht bei ihrem Lieblingsturnier vor der Chance, den Weg aus ihrem Tief der vergangenen Monate zu finden. Der Pflichtsieg gegen die überfordert wirkende Israelin war lediglich ein winziger erster Schritt, eine ernsthafte Prüfung war das für die Weltranglisten-19. noch nicht. Zu unterlegen war ihre Rivalin, zu wenig gefordert Lisicki.

Am 6. Juli 2013 hatte sie mit dem Erreichen ihres ersten Grand-Slam-Finals für eine Sensation gesorgt, der finale Triumph war ihr gegen Marion Bartoli verwehrt geblieben. Die Französin im Tennis-Ruhestand führte nun am Montag den Münzwurf für die Aufschlagwahl der Erstrundenpartie durch und war Gast in der Royal Box. "Es war ein sehr spezieller Moment", gab Lisicki zu. "Es ist so eine große Ehre, heute auf dem Centre Court spielen zu können."

Petkovic startet nervös, fängt sich dann aber

Nach 24 Minuten stand es 4:1, Lisicki ballte die Faust - der erste Satz war praktisch entschieden. Auch im zweiten Durchgang eines keineswegs hochklassigen Spiels auf dem nicht voll besetzten Centre Court hatte die junge Deutsche keine Probleme. Mit dem Glück auf ihrer Seite nutzte sie vor den Augen von Bundestrainerin Barbara Rittner und ihrer Eltern nach nicht einmal einer Stunde den zweiten Matchball.

Auf Nebenplatz 18 präsentierte sich zuvor die 26-jährige Petkovic nur in den ersten Minuten nervös, als sie zu viele unerzwungene Fehler einstreute und ihrer emotionalen Kontrahentin so leichte Punktgewinne ermöglichte. Auf der kleinen Tribüne hatten die mitfiebernde Bundestrainerin und Petkovics erfahrener Coach Eric van Harpen direkt nebeneinander Platz genommen. Beide verfolgten, wie die Fed-Cup-Spielerin anschließend mit langen, präzisen Grundschlägen das Geschehen diktierte und mehrmals erfolgreich ans Netz vorrückte. Nach nur 25 Minuten sicherte sich die Deutsche den ersten Satz.

Ein umkämpftes erstes Spiel im zweiten Durchgang endete mit dem 1:0 für Petkovic. Die Weltranglisten-104. Piter wehrte sich noch einmal bissig, brachte die Nummer 20 der Setzliste aber nicht ernsthaft in Gefahr. Nach 1:15 Stunden verwandelte Petkovic mit einem unerreichbaren Rückhandschlag ihren zweiten Matchball. Im vergangenen Jahr schied die Darmstädterin in der zweiten Runde aus, über Runde drei ist sie in London noch nie hinausgekommen.