Winfried Kretschmann Grüner Landeschef will sich nicht auf Koalitionspartner nach Wahl festlegen

Noch sind sie Koalitionspartner: CDU-Landesinnenminister Thomas Strobl und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Ob es zu einer erneuten Koalition kommt, wird sich im März 2021 bei den Landtagswahlen zeigen Foto: dpa/Marijan Murat
Noch sind sie Koalitionspartner: CDU-Landesinnenminister Thomas Strobl und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Ob es zu einer erneuten Koalition kommt, wird sich im März 2021 bei den Landtagswahlen zeigen Foto: dpa/Marijan Murat

Dissens bei den Grünen im Land: Anders als seine Parteispitze will sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann nicht im Vorfeld der Landtagswahlen für einen möglichen Partner aussprechen.

Stuttgart - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will sich im Gegensatz zur Grünen-Landesspitze nicht festlegen, mit wem er nach einem möglichen Sieg bei der Landtagswahl regieren möchte. „Wir haben unter Grün-Rot verlässlich dieses Land regiert, wir haben unter Grün-Schwarz dieses Land verlässlich regiert“, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Klar sei aber auch: „Wir machen keinen Koalitionswahlkampf.“

Kretschmann will keinen „Corona-Wahlkampf“

Grüne und CDU hätten sich in den vergangenen fünf Jahren zusammengerauft und fast den ganzen Koalitionsvertrag abgearbeitet. „Ich kann mich in keiner Weise beschweren.“ Der Grünen-Politiker ergänzte, „kleinere Nickligkeiten“ seien normal. Kretschmann stellte zudem klar: „Ich beabsichtige auch, keinen Lagerwahlkampf zu führen.“

Die Grünen-Landesvorsitzende Sandra Detzer hatte am Montag erklärt, ihre Partei bevorzuge eine Koalition mit der SPD. Ihr Co-Chef Oliver Hildenbrand hatte ergänzt, die Grünen seien enttäuscht, dass die CDU in der Corona-Krise Klientelpolitik mache. Dazu sagte Kretschmann: „Es gibt keinen Corona-Wahlkampf. Diese Krise werden wir gemeinsam meistern.“

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Strobl spricht von „Wahlkampfgeplänkel“

Der CDU-Landesvorsitzende und Vize-Regierungschef Thomas Strobl sagte zur Kritik der Grünen-Spitze, die CDU sei den Grünen in der wichtigen Klimapolitik ein „Klotz am Bein“: „Das ist Wahlkampfgeplänkel, das passt nicht in diese Zeit.“ Grüne und CDU hätten in der Corona-Krise „gigantische Aufgaben“ zu bewältigen, mit dem Wahlkampf könne man noch Ende Februar beginnen, drei Wochen vor der Wahl am 14. März.

Die grün-schwarze Koalition habe „verlässlich und erfolgreich“ gearbeitet, sagte Strobl. Klar sei aber auch: „Die CDU möchte auch auf Platz eins.“ Die Grünen müssten die Frage beantworten, ob sie ein „rot-rot-grünes Bündnis“ anstrebten, wenn es mit der SPD allein nicht reicht. Die Landtagswahl ist im März 2021.




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